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Bundesnetzagentur: Kaltreserve verteuert Strom nur minimal
07.09.2011 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

© Kathrin39 / fotolia.com
Der Chef der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, ist sich sicher, dass das Vorhalten einer Kraftwerksreserve für die Abdeckung der Stromverbrauchsspitzen wenige Auswirkungen auf die Höhe des Strompreises haben wird. Zudem hält er konventionelle Stromerzeugung noch über einen langen Zeitraum für notwendig.
Auf weniger als einen Euro-Cent pro Kilowattstunde kalkuliert Kurth den Aufschlag, der ausreiche, um die Bereitstellungs- und Netzkosten der Reserve abzudecken. Damit spüren seiner Meinung nach die Endverbraucher kaum etwas davon, im Gegensatz zu den Aufschlägen für erneuerbare Energien. Überhaupt gibt er sich überzeugt, dass trotz deren Ausbau diese mittelfristig bei weitem nicht in der Lage seien, sämtlichen Stromverbrauch abzudecken. Besonders in den Wintermonaten mit wenig Sonne und Wind sei eine Reserve an konventioneller Kraftwerkskapazität unabdingbar. Das Vorhalten eines Atomkraftwerks schloss er jedoch aus.
Des Weiteren sieht Kurth Defizite beim Netzausbau. Der zum Beispiel durch nördliche Windkraftanlagen erzeugte Strom könne derzeit nur unzureichend in den Süden zu den industriellen Großverbrauchern transportiert werden.
Rubrik: Strom
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