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                  Finanzsteuer: EU-Kommissionsvorschlag veröffentlicht

                  30.09.2011 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

                  © Tobif82 / fotolia.com

                  Nach dem Willen der EU-Kommission soll die Einführung einer europaweiten Transaktionssteuer den Finanzsektor an der Bereinigung der Schulden- und Eurokrise beteiligen, anderseits Spekulationen erschwert werden. Großbritannien stellt sich jedoch bereits quer.

                  Das Vorschlagspapier, das dem Europaparlament vorgestellt werden soll, beinhaltet konkrete Pläne, wie die Steuer aussehen sollte: Ab dem Jahr 2014 wird der Aktien- und Anleihehandel mit 0,1 Prozent pro Transaktion besteuert, Derivategeschäfte mit 0,01 Prozent. Gültigkeit hat sie vorrangig für den Hochfrequenzhandel und Spekulationen, Privatgeschäfte sollen davon nicht berührt sein. Die Steuer wird fällig, wenn mindestens ein Handelspartner in der Europäischen Union ansässig ist. Nach Berechnungen der Kommission könnten Einnahmen von 55 bis 57 Milliarden Euro in den EU-Haushalt fließen.

                  Der Willen von Kommissionschef Barroso, die europäischen Finanzinstitute zu einem Beitrag zur Schuldenkrise heranzuziehen, stößt auf vielseitige Zustimmung. Jedoch müssen ausnahmslos alle EU-Länder der Einführung zustimmen. Großbritannien mit seiner starken Finanzindustrie wird diese blockieren, wenn die Finanztransaktionssteuer nur Europa beträfe.

                  Rubrik: Steuern


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