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Deutsche Millionäre für höhere Reichensteuer
01.09.2011 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

© Tobif82 / fotolia.com
In einem gemeinsamen Aufruf haben vier deutsche Millionäre ihre Bereitschaft bekräftigt, ihrerseits eine höhere Steuerlast zu akzeptieren. Einzige Bedingung ist, dass die Mehreinnahmen dafür genutzt werden, die Schuldenkrise zu bewältigen.
Die Gruppe, welcher der Versandunternehmer Michael Otto, der ehemalige Versicherungsunternehmer Jürgen Hunke, Sänger Marius Müller-Westernhagen und Hörgeräte-Firmenbesitzer Martin Kind angehören, hat bei diesem Vorstoß vor allem die staatliche Schuldentilgung und die damit verbundene Einsparung von Zinszahlungen im Sinn. Ihre Vorschläge reichen von der Anhebung des Spitzensteuersatzes bis Erhöhung der Erbschaftssteuer für Millionäre. Die Diskussion um die Einführung einer Vermögenssteuer sei ihnen zu langwierig und wenig zielführend. Wichtig sei es, zukünftig die Handlungsfähigkeit des Staates zu verbessern.
Mit dieser Initiative sind die Vermögenden in guter Gesellschaft: Angestoßen durch die Besteuerungsdebatte der US-Investorenlegende Warren Buffett sind in zahlreichen Ländern Millionäre mit dem Ruf nach höheren Steuern in die Öffentlichkeit getreten.
Steuerexperten verweisen seit längerem darauf, dass die Beitragsbereitschaft der Reichen zur Krisenbewältigung unterschätzt werde.
Rubrik: Steuern
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