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OECD: Niedrigere Abgabenhöhe in Deutschland auf hohem Niveau
12.05.2011 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de
Die OECD hat ein allgemeines, jedoch uneinheitliches Absinken der Abgabenhöhe für deutsche Arbeitnehmer festgestellt. Insbesondere Alleinerziehende und Geringverdiener werden stark belastet.
Eine Studie konstatiert, dass sich seit 2000 die deutsche Steuer- und Abgabenlast mit am stärksten verringerte. Dennoch ist sie im OECD-Vergleich weiterhin hoch, was den Sozialabgaben geschuldet ist. Steuerlich mindernd wirkte sich die Erhöhung von Steuer- und Kinderfreibeträgen aus.
Der Blick auf verschiedene Einkommensniveaus offenbart, dass kinderlose Spitzenverdiener zwar mit 51,5 Prozent ihres Gehalts den größten Anteil für Steuern und Abgaben entrichten, aber immerhin nahezu fünf Prozent weniger als vor zehn Jahren. Für Alleinverdiener mit einem Durchschnittsbruttoeinkommen von etwa 49.000 Euro beträgt der Anteil 49 Prozent (minus drei Prozent).
Arbeitende Ehepaare mit zwei Kindern profitierten in höherem Maße von den Freibetragsanpassungen, so dass sie nur mit etwa 41 Prozent belastet werden (minus vier Prozent). Alleinerziehende und Geringverdiener hingegen stehen im Vergleich schlecht da: Unterdurchschnittlich verdienende Kinderlose müssen 45 Prozent abführen (OECD-Durchschnitt: 31 Prozent), Alleinerziehende mit zwei Kindern entrichten knapp 30 Prozent (16 Prozent).
Rubrik: Steuern
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