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Reichlich Überschuss in der Sozialversicherung
17.01.2012 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

© Pulwey / fotolia.com
In den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres hat die deutsche Sozialversicherung einen Überschuss von sechs Milliarden Euro verzeichnet. Vor allem die gute Konjunktur und gesetzliche Verbesserungen in der Krankenversicherung trugen dazu bei.
Das Statistische Bundesamt meldet für die fünf Säulen der Sozialversicherung, Kranken-, Arbeitslosen-, Unfall-, Renten- und Pflegeversicherung, für den genannten Zeitraum um etwa zweieinhalb Prozent gestiegene Einnahmen von fast 386 Milliarden Euro, denen leicht gefallene Ausgaben von 380 Milliarden gegenüberstanden. Der Überschuss entstammt zum Großteil der gesetzlichen Krankenversicherung, die vorrangig von der Ausgabenbegrenzung durch das Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG) profitierte.
Allen Sozialversicherungszweige kam im Vergleichszeitraum die positive Konjunkturentwicklung zugute. Durch die Absenkung der Arbeitslosenzahlen, die in einem Rekord der Beschäftigungszahlen gipfelte, ergab sich einerseits eine stabile Einnahmesituation, andererseits konnten die Ausgaben für Erwerbslose auf diese Weise signifikant gesenkt werden.
Das letzte Quartal 2011 ist diesbezüglich noch nicht ausgewertet. Ein Überschussrückgang kann erwartet werden, erwähnten doch die Krankenkassen bereits traditionell höhere Kosten am Jahresende.
Rubrik: Soziales