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DGB will Rentenüberschuss für Bekämpfung von Altersarmut nutzen
30.08.2011 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) appelliert im Vorfeld des am 7.September beginnenden "Regierungsdialog Rente" an die Bundesregierung, die geplante Absenkung des Rentenversicherungsbeitrages ad acta zu legen. Angesichts steigender Altersarmut halten die Gewerkschaftler die Nutzung derzeitiger finanzieller Spielräume zur Eindämmung dieses Problems für wichtiger.
Nach DGB-Berechnungen schließen sich bei jetziger Beitragshöhe Leistungsverbesserungen und Beitragsstabilität in naher Zukunft nicht aus. Die Aussetzung des gesetzlichen Automatismus, wonach bei Rücklagen über anderthalb Monatsausgaben der Beitrag zu sinken hat, ermögliche es, die Rente altersfest zu machen.
Vier konkrete Maßnahmen hat der DGB dazu erdacht: Erstens fordert er die Wiedereinführung der Rente nach Mindesteinkommen, in deren Rahmen die Rentenaufstockung für Geringverdiener vorgesehen ist, zweitens soll die Erwerbsminderungsrente erhöht werden, die laut DGB ein besonderes Altersarmutsrisiko in sich birgt. Drittens sollen Rehabilitationsmaßnahmen der Deutschen Rentenversicherung finanziell aufgestockt und letztens Altersteilzeitmodelle ausgebaut werden. Die Gewerkschaftler bekräftigen in diesem Zusammenhang eine alte Kernforderung: Die Rente mit 67 müsse wieder abgeschafft werden.
Rubrik: Soziales