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PKV: Immer mehr Versicherte möchten wechseln
09.01.2012 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de
Nach teils deutlichen Beitragserhöhungen der privaten Krankenversicherungen (PKV) streben deren Versicherte verstärkt in die gesetzlichen Krankenkassen. Diese Entwicklung im PKV-System ist nicht allein mit der Alterung des Versichertenstamms zu erklären, die Probleme der Krankenversicherungsunternehmen sind auch hausgemacht.
Die Wanderungsbewegung hin zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) konstatiert sich in Meldungen der Barmer GEK und der Techniker Krankenkasse, wonach knapp 28.000 beziehungsweise 68.000 Versicherte 2011 dorthin gewechselt sind. Die Allgemeinen Ortskrankenkassen berichten ebenso von einer Anfragesteigerung durch Wechselwillige. Die Zahlen sind zwar signifikant gestiegen, sagen allerdings nichts über die saldierten Wanderungsströme zwischen den Krankenversicherungssystemen aus.
Im Durchschnitt stiegen die PKV-Beiträge um 4,4 Prozent, in einigen Fällen jedoch auch um bis zu 40 Prozent. Die Versicherungsunternehmen machen demografische und Kosteneffekte dafür verantwortlich, Experten genauso die Angebote an Billigtarifen, die nicht kostendeckend seien. Central und DKV erklärten bereits den Verzicht auf diese. Zudem leidet die PKV unter unkündbaren Nichtzahlern und Imageproblemen, unter anderem ausgelöst durch horrende Provisionszahlungen an Vermittler.
Rubrik: Private Krankenversicherung