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IWF möchte finanziell aufgerüstet werden
19.01.2012 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

© Joachim Wendler / fotolia.com
Der Internationale Währungsfonds (IWF) fährt aus Furcht, dass sich die Euro-Krise zunehmend negativ auf die übrige Welt auswirkt, schweres Geschütz auf: Um zusätzliche 500 Milliarden Dollar sollen die verfügbaren Mittel des IWF aufgestockt werden, damit vermehrt Kredite an Mitgliedsländer in Not vergeben werden können. Das Gros der Gelder sollen die Euro-Länder liefern.
Der Plan sieht vor, die derzeit in der Krisenkasse vorrätigen 380 Milliarden Dollar um oben genannten Betrag plus 100 Milliarden Risikopuffer auf fast eine Billion Dollar zu erhöhen. Der IWF sieht aufgrund seines dort starken Engagements vor allem die Euro-Länder in der Pflicht, ihren Beitrag (zugesagt sind 200 Milliarden) dafür zu leisten. Zusätzlich versucht der Fonds aufstrebende Schwellenländer, wie den BRIC-Staaten, die Notwendigkeit dieser Aufstockung zu vermitteln, woran diese sich ebenfalls mit höheren Kreditzusagen beteiligen sollen. Als Lockmittel dienen Zusagen nach größerer Mitsprache beim IWF.
IWF-Chefin Lagarde betont eindringlich, dass ihre Institution einen höheren finanziellen Spielraum brauche, um letztendlich eine schleichende Weltwirtschaftskrise abzuwenden.
Rubrik: Kredite
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