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PKV/GKV: Zahl privater Zusatzversicherungen steigt
19.08.2011 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de
Angesichts der Leistungskürzungen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ergänzen bereits etwa 36 Prozent der GKV-Versicherten ihren Krankheitsschutz mit privaten Zusatzversicherungen. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Gothaer Krankenversicherung hervor.
In der Beliebtheitsskala liegen Zahnzusatzversicherungen obenauf. Sie machen fast ein Viertel aller abgeschlossenen Ergänzungsversicherungen aus. Auf den Plätzen folgen Krankentagegeldversicherungen (17 Prozent) und Policen, die stationäre Behandlung (14) und private Pflege (8) absichern.
Für den Boom der Zusatzversicherungen sorgen zwei Tatsachen: Einerseits erfüllt der Großteil der GKV-Versicherten die Voraussetzungen für einen Wechsel in die private Krankenversicherung nicht, das heißt ihr Einkommen übersteigt nicht die notwendige Versicherungspflichtgrenze, andererseits sind zukünftig weitere Kürzungen von Kassenleistungen zu erwarten. Allerdings sichern sich ebenso PKV-Versicherte zusätzlich ab, jeweils ein Drittel von ihnen haben Krankentagegeld und private Pflege versichert.
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft geht in seinem Jahresbericht von insgesamt 22 Millionen Zusatzversicherungen aus. Da viele Bürger mehrfach zusatzversichert sind, ist die genaue Personenzahl aber unklar.
Rubrik: Krankenversicherung