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Krankenkassen: Neue Gebührenordnung verteuert zahnärztliche Leistungen
20.06.2011 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

© Berchtesgaden / fotolia.com
Das Bundesgesundheitsministerium strebt eine Reform der zahnärztlichen Gebührenordnung an, wodurch sich die Preise für zahnärztliche Leistungen nach Ansicht der Krankenkassen erheblich erhöhen könnten. Sie kündigen dagegen Widerstand an.
Eigentlicher Kern der Reform ist die zeitgemäße Anpassung der Abrechnungen für Privatpatienten, dennoch sind Kassenpatienten betroffen, wenn ihre Behandlung über die Standardleistungen hinausgeht.
Der Verband der gesetzlichen Krankenkassen stellt die preislichen Auswirkungen folgendermaßen dar: Eine Vollkrone würde nach den Plänen nunmehr 330 Euro und damit 74 Euro mehr kosten (plus 29 Prozent), sogenannte Teleskop- oder Konuskronen würden etwa doppelt so teuer sein.
Dem Verband sind vor allem die kräftigen Punktzahlerhöhungen für häufig nachgefragte Leistungen der GKV-Patienten ein Dorn im Auge. Es sei zu optimistisch gedacht, den Zahnärzten ein Gebührenspektrum für höheren Aufwand zuzugestehen, da sie dann eher am oberen Rand abrechnen.
Anfang des nächsten Jahres soll die Novellierung in Kraft treten, bis dahin muss sich die Regierung noch einig werden und der Bundesrat dies absegnen.
Rubrik: Krankenversicherung
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