Krankenversicherung: Kassen forcieren Abschaffung des Zusatzbeitrags
24.01.2012 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

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Nach einer Erhebung wollen diejenigen Krankenkassen, die zurzeit einen Zusatzbeitrag erheben, diesen noch 2012 abschaffen. Experten sehen die Pläne skeptisch, da ungewiss sei, wie sich die Finanzlage der Krankenkassen angesichts drohender Kostensteigerungen ab dem nächsten Jahr entwickeln wird.
Auf kurze Sicht ist es verständlich, dass die gesetzlichen Kassen darauf drängen, den Makel des ungeliebten Zusatzbeitrags loszuwerden, bedeutete er doch oftmals einen erheblichen Mitgliederschwund. 13 von 138 Krankenkassen waren im letzten Jahr gezwungen, ihre Einnahmesituation durch zusätzliche Beiträge zu verbessern, lediglich neun sind Anfang dieses Jahres übriggeblieben. Die Abschaffung haben diese fest im Visier, allerdings muss die oberste Aufsichtsbehörde, das Bundesversicherungsamt, zustimmen.
Die momentan gute konjunkturelle Lage erlaubt es einer Minderheit der Kassen sogar, ihren Versicherten Prämien auszuzahlen.
Mittelfristig, so ist zu vernehmen, ist unklar, ob einige Kassen auf die Zusatzzahlungen dauerhaft verzichten können. Durch das neue Versorgungsstrukturgesetz könnten auf sie erhebliche Mehrkosten zukommen, auch die weiterhin positive Entwicklung der Konjunktur, wovon die Einnahmesituation direkt abhängig ist, scheint ungewiss.
Rubrik: Gesetzliche Krankenversicherung
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