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Gesetzliche Krankenversicherung: Abbau der Zahl an Krankenhausbetten gefordert
03.01.2012 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

© Andre B. / fotolia.com
Nach Aussagen des Barmer GEK-Chefs Straub sind Schließungen von Krankenhäusern zur finanziellen Gesundung des Versorgungssystems unumgänglich. Das redundante System mit vielen Häusern und Arztpraxen prangert er als unzeitgemäß und teuer an.
Straub spricht sich für eine verstärkte Zusammenarbeit des stationären und ambulanten Bereichs aus, die idealerweise in vermehrt ambulant durchgeführte Behandlungen mündet. Die bisherige strikte Trennung mit vielen teuren Krankenhausaufenthalten leiste sich unter den Industrienationen fast ausschließlich noch Deutschland. Daraus resultiere eine finanzielle Last, die letztendlich dem gesamten Gesundheitswesen auferlegt wird. Folglich ist der Barmer-Chef auch dagegen, dass den Krankenhäusern ihr Beitrag zu Einsparungen, festgelegt durch die aktuelle Gesundheitsreform, erlassen wird, da somit die teuren Dopplestrukturen zementiert würden.
Als Lösung bietet Straub eine Mischung aus ambulanter und stationärer Versorgung an, die wechselseitig durch sämtliche Leistungserbringer beider Bereiche übernommen werden sollte. Dadurch würden Überversorgung in Ballungsräumen und Unterversorgung in ländlichen Gebieten vermieden werden.
Rubrik: Gesetzliche Krankenversicherung