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GKV: BKK Heilberufe droht Schließung
11.10.2011 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

© Andre B. / fotolia.com
Nur eine Fusion kann die nächste Insolvenz einer Krankenkasse noch verhindern. Die Mitglieder im Verband der Betriebskrankenkassen (BKK) stehen jedoch weder einem Zusammenschluss mit der angeschlagenen BKK Heilberufe noch der Gewährung umfangreicher Fusionshilfen besonders wohlwollend gegenüber.
Das Zusammengehen mit der BKK vor Ort stellte fast den letzten Strohhalm für die BKK Heilberufe mit 120.000 Versicherten dar; ein Vorhaben, das vergangenen Freitag aufgrund eines höher ausfallenden Kapitalisierungsbedarfs, der mit 53 Millionen Euro kolportiert wurde, endgültig platzte. Das Bundesversicherungsamt (BVA) als Aufsichtsbehörde setzt weiterhin darauf, dass sich finanzschwache BKKs einen stärkeren Partner suchen, um weitere Insolvenzen zu verhindern. In diesem Fall könnte es bereits zum Ende des Jahres eine Schließung erwirken.
Auf einer anberaumten Sitzung der BKK-Vorstände soll nun das weitere Vorgehen bezüglich der Unterstützung mit Fusionshilfen ausgelotet werden, um einen zweiten City BKK-Fall zu verhindern. Ein Teil derer Versicherten hatte nach der Schließung Schwierigkeiten, trotz Annahmezwang eine aufnahmewillige Kasse zu finden, woraufhin das Bundesgesundheitsministerium mit Sanktionen drohte.
Rubrik: Gesetzliche Krankenversicherung