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Arzttermin: GKV-Versicherte müssen sich gedulden
07.06.2011 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

© ISO K° - photography / fotolia.com
GKV-Versicherte warten weiterhin länger auf einen Arzttermin als Privatversicherte, das vermeldet der BKK Bundesverband. Der Unterschied ist jedoch verringert worden und spielt bei Notfällen keine Rolle.
Bis zu sechs Tage beträgt die Zeit, die gesetzlich Versicherte mehr aufbringen müssen, um beim Arzt terminlich vorsprechen zu können. Privatpatienten können dies bereits nach 14 Tagen tun, Kassenpatienten warten im Schnitt 20 Tage. Diese Ergebnisse brachte eine Repräsentativbefragung von 6.000 Bundesbürgern zutage. Auch im Wartezimmer ist die Differenz ähnlich, wenngleich hier die zusätzliche Wartezeit für Kassenpatienten mit sechs Minuten (durchschnittlich 27 Minuten gegenüber 21 Minuten) moderat ausfällt.
Perspektivisch hat sich in den letzten drei Jahren die Wartezeit der gesetzlich Versicherten um einen Tag verkürzt. Während mancher Experte diese Entwicklung positiv deutet, fühlen sich die Kassenpatienten weiterhin benachteiligt und an eine Zweiklassenmedizin erinnert.
Die erfreuliche Nachricht der Studie ist die nahezu unterschiedslose Behandlung in Notfällen. Sie erfolgt in zwei Dritteln der Fälle bereits am gleichen Tag, unabhängig von der Versicherungsart.
Rubrik: Gesetzliche Krankenversicherung
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