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Weitere Krankenkasse in Not
06.05.2011 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de
Das Aus der City BKK wurde gerade vollzogen, da vermeldet die nächste Kasse finanzielle Schwierigkeiten. Die Vereinigte IKK bescheinigt sich zwar eigenständige Handlungsfähigkeit, dennoch erbittet sie Finanzhilfen.
Die Verhandlungen über eine Kapitalspritze innerhalb des Verbandes der Innungskrankenkassen sind in vollem Gang. Dramatisieren will die Kasse die Situation nicht und betont, dass sie über genügend liquide Mittel und Vermögenswerte verfüge. Auch will sie wirtschaftlich gehandelt und ein umfassendes Kostenmanagement betrieben haben. Weitere Maßnahmen, wie die Einführung von Teilzeit, werden bereits umgesetzt.
Den Hauptgrund für die Finanznot sieht die Vereinigte IKK in der Konzentration ihrer Mitglieder auf Stadtregionen, welche in den Ausgleichszahlungen des Gesundheitsfonds nicht angemessen berücksichtigt wird. Das höhere Leistungsangebot in Städten wirkt sich negativ auf die Kostenstruktur aus.
An und für sich ist ein finanzieller Engpass nicht bedrohlich. Problematisch an diesem Fall ist jedoch, dass die Symptome eine gewisse Ähnlichkeit mit denen der City BKK aufweisen, wenngleich die Vereingte IKK über zehnmal mehr Mitglieder verfügt. Die Erhebung eines Zusatzbeitrags könnte jedoch einen Domino-Effekt (Versichertenschwund) auslösen.
Rubrik: Gesetzliche Krankenversicherung
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