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Lebensversicherung: Deutsche Bank wegen Sterbespekulationen in Kritik
06.02.2012 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de
Ein obskures Produkt der Deutschen Bank zieht massive Kritik des deutschen Bankenverbands auf sich: Ein spezieller Lebenversicherungsfonds wettet auf das Lebensalter einer ausgewählten Personengruppe. Der Verband stuft solche Wetten als menschenunwürdig ein.
Die Geschäftsidee ist nicht neu, wurde durch die Deutsche Bank jedoch entscheidend vorangetrieben. Während das bisherige Modell auch anderer Banken vorsah, mithilfe aufgekaufter, nicht mehr benötigter Lebensversicherungen von Amerikanern auf die Erlöse bei Eintritt des Sterbefalls zu spekulieren, erfand die Deutsche Bank mit gekauften Gesundheitsdaten einfach Policen und mögliche Sterbedaten, worauf Anleger nun wetten können. Die Referenzgruppe (500 amerikanische Bürger) berichtet dazu regelmäßig über ihren Gesundheitszustand.
Endgültige Aufmerksamkeit der Ombudsstelle, angesiedelt beim Bankenverband, weckte ein Anleger eines solchen Fonds, der sich durch die Großbank über die Risiken und sogar die tatsächlichen Inhalte des Geschäfts nicht aufreichend aufgeklärt sah. Dadurch wird jetzt der Ruf nach Klärung durch Gerichten laut, ob derlei Spekulationsgeschäfte mit der Menschenwürde und ordentlichen Geschäftsgrundsätzen zu vereinbaren sind.
Rubrik: Fonds