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USA - Zwischen Hoffen und Bangen
25.07.2011 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de
Die jüngsten Meldungen aus den USA sind überwiegend negativ. So streiten Demokraten und Republikaner seit Wochen über ein Sparpaket. Vor allem aber auch über das Heraufsetzen der Schuldengrenze von aktuell 14,3 Billionen US-Dollar. Als Schreckensszenario zeichnet sich dabei ab, dass es bei keiner Einigung bald zu einer Zahlungsunfähigkeit des Staates kommt. Trotzdem wird andererseits noch immer ein Wachstum von knapp drei Prozent für 2011 prognostiziert. Für das kommende Jahr liegen die Voraussagen sogar bei einem Wert von bis zu 3,7 Prozent.
China könnte Geldhahn zudrehen
Der größte Gläubiger des Landes, die Volksrepublik China, wird durch die Haushaltslage in den USA langsam nervös. Immerhin wird geschätzt, dass der chinesische Staatsfonds mittlerweile rund eine Billion US-Dollar in Anleihen besitzen soll. Das Land mahnt nun an, dass die USA mehr Anstrengungen unternehmen sollten, um das staatliche Defizit zu verringern. Sollte China in Zukunft nicht mehr auf die US-Anleihen als Geldanlage zurückgreifen, würde dies die USA empfindlich treffen.
Auch USA im Fadenkreuz der Ratingagenturen
Warf man den drei großen Ratingagenturen bis vor kurzem noch vor, dass sie bei den USA beide Augen zudrücken und stattdessen europäische Länder wie beispielsweise Portugal oder Irland besonders streng bewerten würden, könnte sich diese Einschätzung bald ändern. Denn mit Moody’s hat nun schon einmal eine der großen Agenturen gedroht, dem Land die Bestnote AAA abzusprechen. Sollte es dazu kommen, würden sich die Finanzierungsprobleme des Landes stark verschlechtern, da die Anleihen zu höheren Zinsen herauszugeben wären.
US-Notenbank greift wieder unter die Arme
Um die einheimische Wirtschaft zu unterstützen, hatte die US-Notenbank bereits zwei Programme aufgelegt, bei denen US-Anleihen gekauft wurden. Das letzte dieser Art ist dabei erst vor wenigen Wochen ausgelaufen und hatte ein Volumen von 600 Milliarden US-Dollar. Jetzt kündigte die Bank an, eventuell ein weiteres Hilfsprogramm zu starten. Ziel sei es, die Zinsen damit niedrig zu halten und die Wirtschaft zu stimulieren. Ob dies angesichts der oben aufgezählten Hiobsbotschaften reicht, bleibt aber fraglich.
Rubrik: Börse
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