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Staatsanleihen bescheren IKB Verluste
21.02.2012 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

© egeneralk / fotolia.com
Die krisengeplagte Mittelstandsbank IKB muss erneut rote Zahlen präsentieren und hofft durch Stellenabbau auf den Befreiungsschlag. Vor allem die griechischen Staatsanleihen im Portfolio der Bank brachten auch vier Jahre nach dem Höhepunkt der Finanzkrise wiederum Millionenverluste.
Über 431 Millionen Euro Defizit häufte die IKB in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres an, unter anderem weil die Staatsanleihen über 180 Millionen Euro an Wert verloren. Fatalerweise ist die Bank auch in anderen Euro-Krisenstaaten langfristig engagiert. Andere Geschäftsbereiche vermochten dieses Abschreibungsdefizit nicht auszugleichen, weswegen die Geschäftsführung über den Abbau von 200 der insgesamt 1130 Stellen die Kosten versucht zu minimieren. Des Weiteren wird versucht das Geldanlagegeschäft mit Privat- und Geschäftskunden zu erweitern.
Der Eigentümer, der Finanzinvestor Lone Star, bemüht sich derzeit bereits um Käufer für das Geldinstitut, da mittelfristig kaum Gewinne zu erwarten sind. Komplexe, teils wertlose Finanzprodukte, den US-Immoblienmarkt betreffend, stürzten die IKB ihrerzeit in die Krise, woraufhin sie mit Staatsgeldern gerettet werden musste.
Rubrik: Bank