Erhalten Sie kostenlos wertvolle Verbrauchertipps, Zinsübersichten sowie aktuelle, wichtige und interessante Finanzinformationen.

Deutsche Bank mit Kirch-Erben vor Einigung
14.02.2012 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de
Die Deutsche Bank beabsichtigt offenbar, mit einer Zahlung von 800 Millionen Euro endgültig einen Schlussstrich unter den aufsehenerregenden Kirch-Prozess zu ziehen. Damit wird die Abschlussbilanz des scheidenden Vorstandschefs Ackermann aus finanzieller Sicht getrübt, beruhigt aber die Klägerseite.
Mit der außergerichtlichen Einigung will der Bankkonzern weitere Schadenersatzprozesse verhindern. Bereits jetzt ist der finanzielle Schaden immens, schließlich gehört die Bank zur Gläubigerschar des letztendlich zusammengebrochenen Kirch-Imperiums. Da keine Rückstellungen für die Prozesse gebildet wurden, sieht Ackermann seinen Quartalsgewinn dahinschmelzen, erspart sich allerdings eine Vielzahl weiterer Rechtsstreitigkeiten mit den Erben. Der Vergleich reiht sich in die Strategie der Deutschen Bank ein, künftig Gerichtsprozesse gegen sie per Einigung zu beenden.
Auslöser des seit nunmehr 10 Jahren andauernden Wirtschaftskrimis war ein Interview des damaligen Deutsche Bank-Chefs Breuer, in dem dieser die Solidität des Medienkonzerns von Leo Kirch anzweifelte. Im Anschluss daran versagten diverse Finanzinstitute dem darbenden Konzern Kredite, wofür der mittlerweile verstorbene Kirch sowie seine Erben die Deutsche Bank verantwortlich machten.
Rubrik: Bank