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Commerzbank: Keine Zinsen für die Bundesrepublik
09.02.2012 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de
Der Staat wird von der Commerzbank für seine stillen Einlagen wohl erneut keine Zinszahlung erwarten können. Diese ist an die Ausweisung eines Gewinns nach den Regeln des Handelsgesetzbuchs (HGB) gekoppelt, den das gerettete Bankhaus nicht liefern kann.
Zwar hat die zweitgrößte Bank Deutschlands ohnehin einen Großteil ihrer Staatshilfen bereits zurückgezahlt (und dafür über eine Milliarde Euro Abschlag an den Bund), auf den verbliebenen Teil von fast zwei Milliarden Euro wären allerdings neun Prozent Zinsen (etwa 170 Millionen Euro) fällig geworden. Aufgrund der wohl Ende Februar veröffentlichten Verlustsituation nach dem HGB wird die Zahlung ausfallen. Die unterschiedliche Bilanzierung kommt den Commerzbankern entgegen, nach den internationalen Bilanzierungsregeln IFRS hat sie einen Gewinn von 1,6 Milliarden Euro erwirtschaftet, der für die festgelegte Verzinsung jedoch keine Relevanz hat.
Kurzfristig sieht die Zukunft der Bank im Moment eher düster aus, da sie weiterhin viele Griechenland-Anleihen hält, die womöglich zu weit mehr als die Hälfte abgeschrieben werden müssen.
Rubrik: Bank