Zähe Verhandlungen um Schuldenschnitt Griechenlands
23.01.2012 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

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Die Realisierung des griechischen Schuldenschnitts gestaltet sich schwieriger als erwartet. Kurz vor Verhandlungsschluss zwischen griechischer Regierung und dem Bankenverband IIF sollen sich der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Europäische Union (EU) eingeschaltet haben.
Das vorläufige Verhandlungsergebnis sieht offenbar einen Forderungsverzicht der Gläubiger von fast 70 Prozent vor, wofür sie Staatsanleihen mit 30-jähriger Laufzeit zu vier Prozent Zinsen erhalten sollen. Die Einmischung von IWF und EU erfolgte angeblich, weil sie ein Zinsangebot von lediglich drei Prozent für notwendig halten, damit Griechenland jemals wieder finanzielle Eigenständigkeit erlangen kann. Bis Montag soll eine Einigung, welche bei einem Treffen mit den Finanzministern der Euro-Gruppe präsentiert wird, feststehen.
Letztendlich stellt eine Übereinkunft noch keine endgültige Lösung für Griechenland dar: Wichtig ist die Anzahl derjenigen Gläubiger, die auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten würden, wodurch die angepeilte Summe von 100 Milliarden Euro Schuldenerlass erreicht werden würde. Andernfalls droht im März der griechische Bankrott, wenn Staatsanleihen von über 14 Milliarden Euro ausgezahlt werden müssen.
Rubrik: Bank
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