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Postbank: Deutsche Bank verwehrt fremden Fondsanbietern den Einlass
04.01.2012 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de
Die Postbank verliert im Zuge der Integration in den Deutsche-Bank-Konzern ein Stück Eigenständigkeit. Der Mehrheitseigner verfügte jetzt, dass die gelbe Tochter künftig nur noch hauseigene Investmentfonds anbieten darf. Diese Strategie hat neben dem Nachteil des geringeren Angebots diverse Vorteile.
Bisher galt die Postbank als offen für viele konzernfremde Anbieter von Fonds, dieser Praxis schiebt die Deutsche Bank nun einen Riegel vor. Geschwächt werden dadurch jene Fondsgesellschaften, die über kein eigenes Vertriebsnetz verfügen und daher auf die Berater der Banken angewiesen sind. Die Deutsche Bank verspricht sich davon, vor allem ihre eigene Fondsgesellschaft DWS zu stärken und die Risiken durch Fremdanbieter zu minimieren. Ihrer Ansicht nach hätten die konzerninternen Berater somit die Möglichkeit, Risiken und Chancen der Hausprodukte eingehend zu studieren, während die Fülle der Fremdprodukte dies nicht in vollem Umfang zuließe. Potenziell folgende Imageschäden seien dadurch vermeidbar.
Neu ist die Maßnahme in der Bankenlandschaft nicht: Volksbanken und Sparkassen verfahren seit geraumer Zeit ebenso.
Rubrik: Bank