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EZB vergibt Billigkredite an Banken
22.12.2011 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

© Gina Sanders / fotolia.com
Die Europäische Zentralbank (EZB) stellt Hunderte Milliarden Euro günstig zur Verfügung, die Banken nehmen dankend an: Mit dieser massiven Maßnahme wollen die Währungshüter den europäischen Interbanken-Handel ankurbeln und einer Kreditklemme vorbeugen. Die Märkte reagieren dennoch verhalten.
Über 500 Banken des Euro-Raums griffen mit einem Gesamtvolumen von 489 Milliarden Euro zu, als die EZB unbegrenzte Liquiditätshilfen zu niedrigen Zinsen bereitstellte, deren Laufzeit maximal drei Jahre beträgt. Die Zentralbank versucht mit den Ein-Prozent-Krediten dreierlei Probleme zu lösen, zum einen das stagnierende Geldleihgeschäft zwischen den Banken in Schwung zu bringen, zum anderen den Banken Planungssicherheit trotz demnächst auslaufender Verbindlichkeiten zu verschaffen und zusätzlich die südeuropäischen Geldinstituten liquide zu halten. Die EZB akzeptiert weiterhin von ihnen Staatsanleihen ihrer Heimatländer, die nach EZB-Hoffnung nun stärkeren Aufkauf erfahren.
Die Börsenreaktion fiel mit anfänglichem Optimismus und späteren Kursverlusten zwiespältig aus. Zahlreiche Analysten veranlasste die EZB-Strategie zu dem Glauben, dass womöglich noch größere Risiken in den europäischen Banken lauern.
Rubrik: Bank
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