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EZB sorgt sich um finanzielle Stabilität im Euro-Raum
20.12.2011 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

© egeneralk / fotolia.com
Der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, zeichnet ein extrem negatives Bild der Finanzstabilität im Euro-Raum und sieht deren massive Gefährdung an der Schwelle zu einer systemischen Krise. Sein Ausblick für die europäischen Geldinstitute ist von großer Skepsis hinsichtlich ihrer Refinanzierung geprägt.
Die EZB vergleicht die jetzige schlechte Lage in ihrem Finanzmarktstabilitätsbericht mit jener nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers und sieht diverse Großbanken als stark gefährdet an. Ein Quartett von Risikofaktoren seien für die Krisensituation verantwortlich: Die Schuldenkrise vieler Euro-Länder und ein potenzieller Wirtschaftsabschwung paaren sich zur Gefahr der Verschärfung ökonomischer Ungleichheiten zwischen den Staaten, während viele Privatbanken größte Mühe haben, sich über den Finanzmarkt zu rekapitalisieren.
Vonseiten der EZB werden nun Liquiditätshilfen für den Bankensektor bereitgestellt, außerdem wird mit Leitzinssenkungen der Ausblick auf Konjunkturerholung versucht aufrechtzuerhalten. Die Zentralbanker sehen gerade jetzt die Politik in der Pflicht, ihre Euro-Gipfel-Beschlüsse (Einführung von Schuldenbremsen und ein automatischer Sanktionsmechanismus) zügig umzusetzen.
Rubrik: Bank
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