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Commerzbank: Bund prüft wiederholte Verstaatlichung
05.12.2011 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

© fffranz / fotolia.com
Erreicht die Commerzbank bis zum Sommer die von der Europäischen Bankenaufsicht EBA geforderte Eigenkapitalquote von neun Prozent nicht, droht ihr abermals die Verstaatlichung. Der Bund, der immer noch rund 25 Prozent der Anteile hält, ist diesem Schritt entgegen früherer Verlautbarungen nicht mehr abgeneigt.
In dieser Woche verkündet die EBA, wie hoch der jeweilige Kapitalbedarf der europäischen Banken zur Erfüllung der Eigenkapitalvorgabe ist. Im Fall der Commerzbank wurde bislang ein Bedarf von bis zu fünf Milliarden Euro kolportiert, deren Aufbringung sich angesichts der derzeitigen Finanzmarktlage schwierig gestalten wird. Bei einer erneuten Kapitalerhöhung geht der Bund davon aus, dass er ohnehin Mehrheitseigner und daher abermals den Bankenrettungsfonds Soffin zur vollständigen Verstaatlichung ins Leben rufen würde.
Der Vorstand der Commerzbank favorisiert eine andere Lösung: Seinen Angaben zufolge reicht zur Steigerung der Kernkapitalquote der Verkauf der krisengeschüttelten Tochter Eurohypo aus, die dazu an den Bund abgegeben werden soll. Dieser steht dem Vorhaben jedoch ablehnend gegenüber.
Rubrik: Bank
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