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Commerzbank: Finanzloch ruft den Staat auf den Plan
23.11.2011 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

© Thomas Graf / fotolia.com
Laut einstimmigen Medienberichten wird erwartet, dass der aktuelle Stresstest der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) einen weitaus höheren Refinanzierungsbedarf der Commerzbank offenbart, als bisher angenommen. Nach internen Berechnungen beläuft er sich auf bis zu fünf Milliarden Euro, wodurch die erneute Inanspruchnahme von Staatshilfen wieder wahrscheinlich wird.
Vor wenigen Monaten noch verkündete Deutschlands zweitgrößtes Geldinstitut nicht ohne Stolz, dass es die Unterstützungsleistungen des Bankenrettungsfonds Soffin nahezu vollständig zurückgezahlt habe. Commerzbank-Chef Blessing verkündete zudem vor Wochen, dass er keineswegs wiederum Staatshilfen beantragen wolle. Der Stresstest mit verschärften Regeln, die EBA sieht die Vorhaltung eines Risikopuffers in Form von neun Prozent hartem Eigenkapital vor, könnte nun dazu führen, dass die Bank die Auflagen erneut nicht aus eigener Kraft stemmen kann.
Andere Kapitalquellen, derer sich die Commerzbank bedienen könnte, sind bereits ausgeschöpft: Eine wiederholte Kapitalerhöhung dürfte kaum Erfolg haben, da in diesem Jahr bereits elf Milliarden Euro auf die Weise erzielt wurden und sich die Aktie nach den neuesten Meldungen auf Talfahrt begeben hat.
Rubrik: Bank
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