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                  EZB: Leitzins-Senkung erste Maßnahme unter neuem Vorsitz

                  04.11.2011 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

                  Kaum hat der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, sein Amt angetreten, überrascht er die Finanzmärkte mit einer Herabsenkung des Leitzinsniveaus. Die Entscheidung der obersten Banker soll das Wirtschaftswachstum stimulieren, auf Kosten einer womöglich steigenden Inflation.

                  EZB: Leitzins-Senkung

                  © M&S Fotodesign / fotolia.com

                  Dass die Meldung eine Überraschung darstellt, ist der Tatsache geschuldet, dass die EZB unter Draghis Vorgänger Trichet zuletzt die Strategie der Leitzinserhöhung verfolgt hatte, um die Inflation zu bekämpfen und damit die Preisstabilität zu gewährleisten.

                  Die jetzige Umkehr von 1,5 auf 1,25 Prozent begründet die EZB damit, dass einer erwartbaren Rezession in Zeiten der Schuldenkrise entgegengewirkt werden müsse, indem ein niedrigeres Zinsniveau Kredite verbilligt und damit die Investitionsbereitschaft der Unternehmen steigt. Ihr formales Ziel, eine durchschnittliche Inflationsrate von etwa zwei Prozent im EU-Raum zu erreichen, tritt damit erst einmal wieder in den Hintergrund.

                  Finanzexperten werteten den amerikanisch angehauchten Kurs der EZB (niedrige Zinsen zur Konjunkturbelebung) wohlwollend, obwohl viele von ihnen wenigstens einen gleichbleibenden Leitzins erwartet hatten.

                  Rubrik: Bank

                  Tags: EZB Leitzins
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