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                  Deutsche Banken: Staatshilfen unerwünscht

                  28.10.2011 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

                  Nach dem EU-Gipfel, auf dem beschlossen wurde, dass Europas Banken auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten müssen, bekräftigen die deutschen Geldinstitute, keine weiteren Staatshilfen in Anspruch nehmen zu wollen. Bis 2012 benötigen sie über fünf Milliarden Euro.

                  Allen voran verkündete Commerzbank-Chef Blessing, dass er es für sein Haus vorziehe, eher Geschäftsbereiche und Beteiligungen abzustoßen, als erneut Gelder des Bankenrettungsfonds Soffin zu nutzen. Sein Kollege Ackermann von der Deutschen Bank äußerte sich bereits vor den Gipfelbeschlüssen ähnlich. Einige der deutschen Banken weisen jedoch Differenzen zur Vorgabe von neun Prozent Kernkapital auf, wie die Europäische Bankenaufsicht (EBA) mittels eines kurzfristig angesetzten Stresstests festgestellte. Dennoch geben sich die Geldhäuser optimistisch, sich aus eigener Kraft Kapital zu besorgen.

                  Die Gründe für die Ablehnung von Staatsgeld liegen wohl in den negativen Imageauswirkungen und der potenziellen Einflussnahme der Politik auf das Bankengeschäft, würde es zu einer Teilverstaatlichung kommen. Bereits jetzt mahnen die EU-Aufseher, nicht bei der Kreditvergabe zu sparen, sondern bei Boni und Dividenden.

                  Rubrik: Bank


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