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Griechischer Schuldenschnitt: Größeres Engagement von Banken gefordert
24.10.2011 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

© egeneralk / fotolia.com
Nach Ansicht der EU-Politik sollen die europäischen Banken und Versicherungen einen weitaus höheren Anteil zu einem griechischem Schuldenschnitt beisteuern als bisher geplant. Um die Folgen dieser Maßnahme tragen zu können, ist ein erhebliche Erhöhung ihres Eigenkapitals unumgänglich.
Statt von 21 Prozent ist nun von einem Schuldenerlass durch die Finanzinstitute zwischen 50 und 60 Prozent die Rede. Nur diese Größenordnung sorge dafür, dass das geplante zweite Rettungspaket für Griechenland mit seinem Umfang von 109 Milliarden Euro die Überlebensfähigkeit des Landes sicherstellt.
Dieser Forderungsverzicht könnte jedoch die systemrelevanten Banken gefährden, da somit eine Unterdeckung mit Kapital droht. Wie die Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds errechnete, beträgt der Mehrbedarf in diesem Fall bis zu 100 Milliarden Euro, während Experten von weitaus höheren Summen ausgehen.
Die Geldinstutite leisten vehement Widestand gegen die Forderungen, zumal viele von ihnen die Schuldpositionen gegen Griechenland bereits buchhalterisch abgeschrieben haben. Auch eine Zwangsrekapitalisierung lehnen sie mehrheitlich ab.
Rubrik: Bank
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