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Erneuter Stresstest für Europas Banken
12.10.2011 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

© Thomas Graf / fotolia.com
Den Hickhack der vergangenen Wochen, ob und wie viel Kapital die europäischen Geldinstitute benötigen, beendet die EU-Aufsichtsbehörde EBA nun vorerst mit einem härteren Stresstest. Die Ergebnisse könnten dazu führen, dass ihnen staatliche Hilfen aufgezwungen werden.
Die Europäische Bankenaufsicht wird die Kriterien, die zum Bestehen des Tests notwendig sind, wohl beträchtlich erhöhen, um realistisch zu prüfen, ob die Banken auch das Szenario einer Pleite Griechenlands überstehen würden. Bei der ersten Auflage galten etwa fünf Prozent Kernkapital unter Krisenbedingungen als ausreichend, nun sollen es mindestens sieben Prozent sein. Im Fokus steht diesmal jedoch nicht allein diese Größe, die EBA prüft ebenso das Engagement gefährdeter Banken in den Krisenländern (zum Beispiel in Form von Staatsanleihen).
Der daraus resultierende Kapitalbedarf wird vom Internationalen Währungsfonds (IWF) zwischen 100 bis 200 Milliarden Euro eingeordnet. Ein Zwang zu staatlichen Hilfen, wenn die Kapitalisierung nicht über den Markt realisiert werden kann, wird zunehmend diskutiert. Die Bankenverbände laufen dagegen Sturm, sprechen von Zwangsenteignung.
Rubrik: Bank
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