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Griechenland: Banken sollen in die Pflicht genommen werden
06.06.2011 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

© El Gaucho / fotolia.com
Das zweite, möglicherweise 100 Milliarden Euro schwere Rettungspaket für Griechenland wird soeben geschnürt, da bricht sich eine schlechte Nachricht aus Bankensicht Bahn: Die Bundesregierung will offenbar eine erhebliche Beteiligung privater Gläubiger an der Maßnahme durchsetzen.
Eine sogenannte weiche Umschuldung ist durchaus wieder ein Thema, kolportiert werden etwa 30 Milliarden, welche die Banken durch Verzicht auf einen Teil ihrer Forderungen beisteuern sollen. Ihre bald auslaufenden Griechenland-Anleihen sollen in diesem Zuge in längerfristige umgetauscht werde, damit die Banken motiviert sind, das Hilfsprogramm in den nächsten Jahren mitzutragen. In Finanzkreisen wird vor dem Schritt des Forderungsverzichts gewarnt, da die Anleihen sonst ein hohes Ausfallrisiko hätten und die Institute erneut in Schwierigkeiten bringen könnten.
Von EU-Finanzbürokraten wird diese Meldung derzeit dementiert, auch das deutsche Finanzministerium hält sich bedeckt. Nach außen wird verkündet, dass man erst die Fortschrittsberichte des IWF, der EZB und der EU-Kommission einsehen wolle. Die Bundesregierung steht jedoch unter dem Druck, ohne Gläubigerbeteiligung keine Parlamentszustimmung für das Hilfspaket zu erhalten.
Rubrik: Bank
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