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Bundesregierung will deutsche Banken schützen
13.05.2011 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de
Die Griechenland-Krise erhitzt weiterhin die Gemüter. Experten liebäugeln mittlerweile vermehrt mit einer Umschuldung, woran auch Gläubiger beteiligt werden müssten. Die Bundesregierung verlangt hingegen, den Griechen mehr Zeit für Reformen zu geben. Diese Forderung umtreibt die Sorge um deutsche Banken.
Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Steffen Kampeter (CDU), erklärte in einer Talkshow, dass eine Bankrottlösung für Griechenland nicht infrage komme. Man müsse zunächst abwarten, welche Früchte die Reformanstrengungen tragen und spricht sich dafür aus, das Mittelmeerland weiterhin finanziell zu unterstützen.
Gleichzeitig offenbarte Kampeter, warum Berlin einen Teilverzicht der Gläubiger unbedingt abwenden möchte. Mit insgesamt 30 Milliarden Euro steht Griechenland bei deutschen Banken in der Kreide, das Szenario einer Umschuldung mit Gläubigerbeteiligung bedeute einen "Riesenvermögensverlust" für die Anteilseigner deutscher Banken. Insofern seien weitere Finanzhilfen wichtig, auch um das hiesige Bankensystem stabil zu halten.
Oppositionsexperten kritisieren diese Haltung vehement. Deutschland müsse so oder so einen Preis zahlen, von daher sei eine strukturierte Lösung mit Gläubigerbeteiligung sinnvoll.
Rubrik: Bank
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