Erhalten Sie kostenlos wertvolle Verbrauchertipps, Zinsübersichten sowie aktuelle, wichtige und interessante Finanzinformationen.

Britische Banken müssen Kunden entschädigen
10.05.2011 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de
Letztendlich wurden der Druck und Ansehensverlust wohl zu groß: Der britische Bankenverband hat seinen Widerstand gegen ein Gerichtsurteil, das sie zu Schadensersatzzahlungen wegen Falschberatung auffordert, aufgegeben. Die Zahlungen werden auf bis zu acht Milliarden Pfund geschätzt.
Die Fehlleistung der Banken bestand darin, den Kunden Payment Protection Insurances (PPI), also Restschuldversicherungen, völlig überteuert, ohne ausreichende Beratung oder ohne deren Wissen aufgedrängt zu haben. Mithilfe dieser Versicherungen können sich Arbeitnehmer absichern, wenn Krankheit oder Arbeitslosigkeit die Kreditbedienung unmöglich machen. Jedoch auch Arbeitslose kamen in den "Genuss" solcher Papiere.
Gegen diese Praxis hatte unter anderem die Finanzaufsicht (FSA) geklagt, woraufhin der Londoner Oberste Gerichtshof die Banken zur Überprüfung aller Verträge und Kompensationszahlungen verdonnerte. Der Bankenverband leitete seinerseits rechtliche Schritte ein, verlor jedoch sämtliche Prozesse, zuletzt im April.
Das Einlenken der Banken wird begleitet von Entschuldigungen an die Adresse der Kunden. Mit den bereitwilligen Zahlungen hoffen die Großbanken, unter anderem Lloyds, Barclays und HSBC, diesen Skandal von der Agenda zu tilgen, um die Bankenkommission milde zu stimmen.
Rubrik: Bank
Bund will Deutsche Banken steuerlich stärker als geplant belasten
Verbraucherzentralen mahnen Banken verstärkt wegen hoher Dispo-Zinssätze ab
Basel III soll deutsche Banken 90 Milliarden Euro kosten
Kreditvergabe für Unternehmen verschärft – Kommt es zu einer Kreditklemme?
Deutsche Banken bleiben Krediten an Griechenland treu
Hausfinanzierung - Kunden nutzen zunehmend Online-Vergleich