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Bundesrechnungshof rügt Geldanlage der Rentenversicherung
28.11.2011 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

© Robert Kneschke / fotolia.com
Nach einem Prüfbericht des Bundesrechnungshofs gefährdet die Deutsche Rentenversicherung Teile ihres Kapitalbestands durch Mängel bei der Geldanlage. Die Rentenversicherungsträger verfügen demnach über kein ausreichendes Risikomanagement und halten überdies diverse Sicherheitsprinzipien nicht ein.
Laut den Prüfern ist die Nachhaltigkeitsreserve, die der Vermeidung von kurzfristigen Liquiditätsengpässen dient, von anlagetechnischer Sorglosigkeit betroffen. So seien die Rentengelder auf wenige, wiederholt genutzte Banken konzentriert, was angesichts der Kapitalisierungsprobleme in dieser Branche ein erhebliches Risiko darstelle und letztlich unwirtschaftlich sei. Darüber hinaus findet keine ausreichende Risikoprüfung in Verbindung mit Versäumnissen bei Dokumentation und Kontrolle der Anlageaktivitäten statt. Grundlegende Prinzipien beim Umgang mit einer solchen Geldmenge, die Reserve beträgt immerhin fast 19 Milliarden Euro, seien missachtet worden.
Der Prüfbericht des Rechnungshofs offenbart ebenso, dass die 16 Rentenversicherungsträger sehr wohl finanzielle Einbußen in Millionenhöhe durch die Finanzkrise hinnehmen mussten. Über mögliche Konsequenzen wird der Haushaltsausschuss des Bundestages befinden, an dessen Adresse das Prüfergebnis gerichtet ist.
Rubrik: Altersvorsorge