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Was ist die Schufa?
Von Andrea Hauser
Obligatorisch bei einer Kreditaufnahme ist die Unterzeichnung der Schufa-Klausel. Was bedeutet das genau?
Die Schufa ist die Schutzanstalt für allgemeine Kreditsicherung. Deutsche Kreditinstitute haben sich zusammengeschlossen, um sich vor Kreditrisiken abzusichern und so werden bei der Schufa verschieden Daten über die Verbraucher gesammelt.
Bei Unterzeichnung des Kreditvertrages erklärt sich der Darlehensnehmer zur Übermittlung seiner Daten an die Schufa bereit. Dort werden persönliche Daten wie Geburtsdatum und Anschrift oder eine etwaige Voranschrift gespeichert.
Wichtiger als die persönlichen Daten sind für die Banken die gemeldeten Daten über die bestehenden Kredite und Verbindlichkeiten des Kunden. So werden bei der Schufa alle Daten über Girokonten des Kunden, bestehende Kredite und Mobilfunk- oder Leasingverträge abgespeichert. Auch Angaben über Bürgschaften oder Kreditkarten werden dort erfasst.
Kommt es bei einem Vertrag zu Zahlungsstörungen, so wird dies an die Schufa gemeldet. Dazu gehören beispielsweise Kontokündigungen, eingezogene Kreditkarten oder andere Vollstreckungsmaßnahmen wie ein Mahnbescheid, eine eidesstattliche Versicherung oder ein Haftbefehl.
Die Daten bleiben nicht für immer in der Schufa stehen, nach ordnungsgemäßer Rückzahlung eines Kredites werden die Angaben gelöscht, bzw. als erledigt gemeldet. Das Maximum der Speicherung liegt bei drei Jahren nach Erledigung eines Eintrages. Einige Angaben wie die Löschung eines Girokontos müssen sofort von der Schufa gelöscht werden.
Anhand der gesammelten Daten wird ein Punktestand, ein sogenannter Score, errechnet. Dabei erhält jeder Kunde im Vergleich mit einer gleichwertigen Gruppe anderer Kreditnehmer einen Prozentwert zwischen 1 und 100. Dabei gilt: Je niedriger der Wert ist, desto geringer wird die Bonität des Kunden eingeschätzt und die Bank kann nicht von einer ordentlichen Rückzahlung des Darlehens ausgehen.
Jeder Verbraucher hat das Recht, seine bei der Schufa abgespeicherten Daten zu überprüfen. Einmal jährlich muss die Schufa kostenlos Auskunft über die hinterlegten Daten geben. In der Vergangenheit gab es durchaus schon falsche Schufaeinträge, so dass eine Kontrolle der Daten sinnvoll sein kann. Denn sonst hat ein falscher negativer Schufaeintrag zur Folge, dass der Kunde keinen Kredit bekommt.
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