Forward-Darlehen - Günstige Zinsen für die Zukunft sichern
Von Ralph Gönner
Forward-Darlehen (deutsch: Vorausdarlehen) sind aufgeschobene Kreditverträge, mit denen Sie sich die aktuellen Marktzinsen im Voraus sichern können, auch wenn Sie das Darlehen erst in einigen Monaten oder Jahren brauchen.
Als Bauherr müssen Sie sich frühzeitig um eine günstige Weiterfinanzierung kümmern, bevor die Zinsbindung Ihres bisherigen Kredits ausläuft. Forward-Darlehen lassen sich gut zur Anschlussfinanzierung von Wohnimmobilien nutzen.
Im Unterschied zu einem sofort fälligen Darlehen wird ein Forward-Darlehen erst nach einer längeren Vorlaufzeit ausgezahlt - zum Beispiel drei, vier oder fünf Jahre, nachdem Sie den Darlehensvertrag abgeschlossen haben. Attraktive Konditionen erhalten Sie inzwischen bei bekannten Online-Finanzierern:
Der Kreditzins lässt sich für einen langen Zeitraum festschreiben, je nach Anbieter zehn, fünfzehn oder sogar bis zu fünfundzwanzig Jahre. Das ist für alle Bauherrn wichtig, die sich auf jeden Fall gegen steigende Zinsen schützen und Ihre Baufinanzierung auf lange Sicht sicher kalkulieren wollen.
Mit einem Forward-Darlehen drohen bei einem starken Zinsanstieg keine bösen Überraschungen. Diese sind natürlich besonders interessant, wenn Baukredite gerade günstig sind und Sie damit rechnen, dass das Zinsniveau in der nächsten Zeit voraussichtlich steigen wird.
Redaktionstipp: Wie Sie das günstigste Angebot finden
Häufig wendet sich Ihr bisheriger Baukreditgeber schon längere Zeit vor Ablauf Ihrer Finanzierung mit einem Anschlussangebot an Sie als Bauherrn und Kunden. Dieses Angebot muss aber nicht unbedingt dass kostengünstigste im Markt sein.
Wenn Sie sich gut informieren und sich für ein besonders günstiges Darlehensangebot entscheiden, können Sie über die gesamte Restfinanzierungsdauer oft viele tausend Euro sparen.
Forwarddarlehen vom Testsieger: Dr. Klein
Wenn Sie den Darlehensanbieter wechseln, regeln die beteiligten Banken die Übertragung der Grundschuld, eventuell werden dafür Gebühren fällig.
So funktioniert das Forward-Darlehen
Der Forward-Kreditgeber holt zunächst Informationen über den Wert Ihrer Immobilie ein, bevor er das Darlehen bewilligt. Einen Forward-Kredit bekommen Sie nur gegen erstrangige Absicherung im Grundbuch. Die Zinsfestschreibung bei Forward-Krediten ist meist in Fünf-Jahres-Schritten von fünf und bis zu 25 Jahren möglich. Einige Anbieter berechnen die Zinsbindungsfrist bereits ab Vertragsschluss, andere erst ab dem Zeitpunkt der Auszahlung.
Richtige Absicherung gegen steigende Zinsen
Ihr Forward-Darlehen wird je nach Vereinbarung in drei, vier oder fünf Jahren ausgezahlt ("Forward-Periode"). Erst ab diesem Zeitpunkt werden auch Tilgung und Zinsen fällig. Der Zinssatz des Forward-Kredits wird schon heute festgelegt. Für die Wartezeit bis zum Abruf Ihres Forward-Darlehens zahlen Sie verglichen mit dem Zins für Sofortkredite einen geringen Zinsaufschlag.
Dafür sind zwischenzeitliche Zinssteigerungen keine Gefahr mehr für Ihre Baufinanzierung und die monatliche Belastung bleibt auf lange Sicht kalkulierbar - der Kreditgeber trägt das Risiko, dass er bessere Kreditgeschäfte machen könnte, wenn die Marktzinsen während der Laufzeit steigen. Einzelne Anbieter verzichten bereits ganz auf Forward-Aufschläge für den Aufschub der Darlehensauszahlung.
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