Sparer-Pauschbetrag

Zinserträge bis zum Sparer-Pauschbetrag von 801 € jährlich sind steuerfrei – Sie müssen nur denjenigen Teil Ihrer Zinseinnahmen versteuern, der den Sparer-Pauschbetrag übersteigt.

Gemeinsam veranlagte Ehepartner haben zusammen einen Freibetrag von 1.602 €.

Den Sparer-Pauschbetrag machen Sie bei der Bank mit einem Freistellungsauftrag geltend. Zinserträge bis zur Höhe des Freistellungsauftrags bekommen Sie dann ohne Steuerabzug.

Den Sparer-Pauschbetrag können sie auch auf verschiedene Kreditinstitute verteilen – einfach mehrere Freistellungsaufträge ausstellen, deren Summe den Pauschbetrag allerdings nicht überschreiten darf.

Verteilen Sie hohe Zinserträge auf Ihre Kinder

Für Kinder gilt der gleiche Sparer-Pauschbetrag wie für Erwachsene. Eltern mit hohen Zinserträgen sparen oft kräftig Steuern, wenn sie einen Teil des Familienvermögens frühzeitig auf ihre Nachkommen übertragen.

Die Zinserträge je Kind dürfen den Sparer-Pauschbetrag von 801 € sogar deutlich überschreiten, ohne dass Steuer anfällt, denn Kinder haben wie alle Steuerbürger einen Einkommenssteuer-Grundfreibetrag von 8.004 € (seit 2010).

Ihr Kind muss nur Einkommensteuer zahlen, soweit seine Zinseinkünfte zuzüglich anderer Einnahmen den Grundfreibetrag plus 801 € Sparer-Pauschbetrag und 36 € Sonderausgabenpauschale übersteigen. Ohne sonstiges Einkommen können Kinder also Kapitalerträge bis zu 8.841 € steuerfrei kassieren.

Hoher Freibetrag mit NV-Bescheinigung

Besorgen Sie für Ihr Kind eine NV-Bescheinigung beim Finanzamt, wenn dessen Zinseinkünfte den Sparer-Pauschbetrag von 801 € übersteigen.

Darin wird bestätigt, dass Ihr Kind voraussichtlich nicht zur Einkommenssteuer veranlagt wird. Ein Freistellungsauftrag ist dann nicht nötig, Zinserträge werden Ihrem Kind ohne Abzug von Abgeltungsteuer ausgezahlt.

Alle 10 Jahre bis zu 400.000 € dürfen Sie übrigens an jedes Ihrer Kinder verschenken, ohne dass Schenkungssteuer fällig wird.

Um die Steuervorteile nutzen zu können, muss Ihr Kind Eigentümer der übertragenen Geldanlage werden. Wenn Sie das Geld später auf Ihr eigenes Konto zurückholen, unterstellt die Finanzbehörde ein Scheingeschenk, Sie müssen die Zinserträge dann nachversteuern.

Nach oben