Lexikon zur Geldanlage / K
Alphabetischer Index
Von Aktie bis Zertifikat. In diesem Geldanlage-Lexikon werden Begriffe und Definitionen aus dem Bereich der Geldanlage, Börse und der Investmentfonds übersichtlich und verständlich erklärt. Vermissen Sie einen Begriff, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.
Kapital-Lebensversicherung
Die Kapital-Lebensversicherung ist die häufigste Form der Lebensversicherung, welche den Tod des Versicherungsnehmer finanziell abdeckt. Bei Eintritt des Versicherungsfalls (Tod des Versicherungsnehmers) muss die Versicherungsgesellschaft den angesparten Versicherungsbetrag an die Hinterbliebenen auszahlen. Man nennt dies Todesfallabsicherung.
Sollte die Kapital-Lebensversicherung mit ihrer Laufzeit (in der Regel mindestens 12 Jahre) "regulär" auslaufen, erhält der Versicherungsnehmer die Versicherungssumme und von der Versicherung erzielte Überschüsse ausgezahlt. In Deutschland ist die Kapital-Lebensversicherung stark verbreitet und dient sowohl der Altersvorsorge als auch zur Sicherung der Finanzierung einer Immobilie.
Kapitaleinkünfte
Kapitaleinkünfte sind Gewinne, die durch Kapitalvermögen wie zum Beispiel Zinsen, Dividenden, Aktienhandel oder Unternehmensbeteiligungen erzielt wurden.
Auf erzielte Kapitaleinkünfte muss Kapitalertragssteuer gezahlt werden.
Kapitalerhöhung
Die Kapitalerhöhung ist eine Erhöhung des Eigenkapitals bei einer Aktien- oder Kapitalgesellschaft.
Eine solche Kapitalerhöhung kann durch Einlagen der Gesellschafter, der finanziellen Beteiligung eines Investors oder durch die Ausgabe von weiteren Aktien erfolgen.
Kapitalertragssteuer
Die Kapitalertragssteuer ist eine Art der Einkommenssteuer, die bei inländischen Kapitalgewinnen fällig wird. Die Steuer muss an das Finanzamt gezahlt werden und wird durch die Bundesländer erhoben.
Auf Kapitalgewinne aus Gewinnanteilen müssen 20 Prozent und bei Aktiengewinnen satte 30 Prozent Kapitalsteuer an den Staat gezahlt werden.
Kassabörse
Die Kassabörse ist an der Börse beheimatet und beinhaltet alle Geschäfte, die in einer kurzen Zeit zum Abschluss kommen. Das bedeutet, dass maximal binnen zwei Tagen die gekauften Waren oder Wertpapiere geliefert werden.
Die Kassageschäfte finden nicht nur im Parketthandel der Frankfurter Wertpapierbörse, sondern auch über das elektronische Handelssystem Xetra statt.
Kassenobligation
Bei einer Kassenobligation handelt es sich um eine Schuldverschreibung mit einer Laufzeit von maximal vier Jahren.
Die Herausgabe der Kassenobligationen erfolgte bis zum Jahre 1987 durch Banken und den Staat, die an der Börse gehandelt wurden.
Seit dem Jahre 1996 ersetzen die zweijährigen Bundesschatzanweisungen diese Schuldverschreibungen.
KCV
Die Fachbezeichnung KCV bedeutet Kurs-Cashflow-Verhältnis und beschreibt das Verhältnis eines Aktienkurses zum Überschuss eines Unternehmens. Wenn das KCV hoch ist, dann bedeutet dies, dass die Aktie entsprechend teuer ist.
Im umgekehrten Fall ist eine Aktie bei einem niedrigem KCV entsprechend günstiger zu haben.
Kleinaktien
Kleinaktien sind Aktien, deren Nennbetrag gering ist. In Deutschland beträgt dieser mindestens 1 Euro.
Kleine Stücke
Bei den kleinen Stücken handelt es sich um Teile einer Schuldverschreibung, deren Nennwert den Wert von 500 Euro unterschreitet.
Der Kurs dieser Schuldverschreibung wird in der Regel mit dem Zusatz kl. St. für "Kleine Stücke" versehen.
Konsumwerte
Die Konsumwerte sind Aktien von Unternehmen, die überwiegend im Einzelhandel aktiv sind.
Die bekanntesten Konsumwerte in Deutschland sind unter anderem die Aktien der Metro Group (Groß- und Einzelhandel), die Hornbach Holding (Baumärtke) oder Arcandor (vormals KarstadtQuelle, Kaufhäuser und Versandhandel).
Kontonummer
Die Kontonummer ist eine Nummer, die jeder bei der Eröffnung eines Bankkontos erhält. Die Vergabe der Kontonummer erfolgt über eine spezielle Prüfziffer.
Ein weiteres Kriterium ist die Bankleitzahl, durch diese kann die gleiche Kontonummer in einem Land öfter vergeben werden.
Krügerrand
Der Krügerrand ist eine Goldmünze, die seit dem Jahre 1967 in Südafrika geprägt wird und den Feingehalt von einer Unze aufweist.
Diese Goldmünze ist als gesetzliches Zahlungsmittel in Südafrika anerkannt.
Kurzläufer
Es handelt sich bei einem Kurzläufer um eine Anleihe, die eine kurze Laufzeit aufweist. Diese beläuft sich durchschnittlich auf 4 bis 5 Jahre.
Auf den Kurs der Anleihe hat der Nominalzinssatz, der Marktzinssatz und die Restlaufzeit des Kurzläufers einen erheblichen Einfluss.
Aufgrund der kurzen Laufzeit haben diese Anleihen nur ein geringes Risiko und bedeuten für den Anleger eine relativ sichere Investition.
