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                  Lexikon zur Geldanlage / B

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                  Lexikon Alphabetischer Index
                  Von Aktie bis Zertifikat. In diesem Geldanlage-Lexikon werden Begriffe und Definitionen aus dem Bereich der Geldanlage, Börse und der Investmentfonds übersichtlich und verständlich erklärt. Vermissen Sie einen Begriff, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.


                  Baby Bond

                  Eine Schuldverschreibung mit einer kleinen Aufteilung von bis zu 1 US-Dollar. In den USA sehr stark verbreitet.

                   

                  Back-up-Fazilität

                  Es handelt sich dabei um eine Deckungsgarantie einer Bank gegenüber einem Emittenten. Dabei verpflichtet die Deckungsgarantie die Banken dazu, die Wertpapiere zu übernehmen, falls es nicht zu einer Emission kommen sollte oder bieten dem Emittenten stattdessen einen Kredit an.

                   

                  Bärenfalle

                  Die Bärenfalle ist ein Verkaufssignal, welches sich jedoch im Nachhinein als falsch herausstellt. Eine Bärenfalle bedeutet, dass ein Anleger in die Falle tappt, indem er auf sinkende Kurse setzt.

                   

                  Baisse

                  Bei einer Baisse handelt es sich um eine Phase, in der Aktienkurse an einer Börse stark fallen. Dies kann im schlimmsten Fall in einem Börsencrash enden. Die Baisse (Gegenteil: Hausse) wird meist durch das fallende Vertrauen der Anleger in den Aktienmarkt oder einer schlechten Wirtschaftslage ausgelöst. Diese Börsenphase wird jedoch auch von manchen Anleger dazu genutzt, günstig Aktien kaufen zu können.

                   

                  Baisse-Engagement

                  Das Baisse-Engagement ist eine Spekulation auf sinkende Kurse oder Preise. Es werden Leerverkäufe durchgeführt, Call-Optionsscheine veräußert und dafür Put-Optionsscheine gekauft. Mit Put-Optionsscheinen wird auf fallende Kurse bzw. Preise gesetzt. Diese bringen dann einen Gewinn sobald das Wertpapier einen bestimmten Kurs unterschritten hat.

                   

                  Balanced Funds

                  Die Balanced Funds sind Fonds, in denen festverzinsliche Wertpapiere mit Aktien gemischt sind. Diese Form von Fonds ist vorwiegend für konservative Anleger eine interessante Geldanlage, die keinen allzu hohen Wert auf eine gute Performance legen.

                   

                  Ballooning

                  Das Ballooning ist ein sogenannter "Versuchsballon", der gestartet wird, um Aktienkurse in die Höhe zu jagen. Im Rahmen eines Balloonings werden zum Beispiel Gerüchte gestreut, dass eine bestimmte Firma übernommen wird oder ein neues vielversprechendes Produkt auf den Markt kommen wird. Die Anleger springen darauf an in deren Folge dann der Aktienkurs steigt.

                   

                  Bandbreiten-Optionsschein

                  Ein Optionsschein der mit einer Gewinnchance ausgestattet ist, nennt man Bandbreiten-Optionsschein. Es wird nur dann Gewinn generiert, wenn sich der Basiswert (z.B. die Aktie) des Optionsscheins in einer bestimmten Kursspanne bewegt.

                   

                  Bankeinlage

                  Die Fachbezeichnung Bankeinlage steht für ein Guthaben auf einem Bankkonto. Es handelt sich dabei um eine Anlageform, die für den Anleger nur ein sehr geringes Risiko bedeutet, die anfallenden Kosten sind niedrig oder gar nicht vorhanden. Die Sichteinlagen sind wohl die geläufigsten Bankeinlagen. Je länger das Guthaben auf dem Bankkonto liegt, desto höhere Zinsen werden gezahlt. Es wird zwischen Bankeinlagen unterschieden, die eine kurzfristige, mittelfristige und langfristige Laufzeit haben.

                   

                  Bankgeheimnis

                  Das Bankgeheimnis verpflichtet die Bank dazu keinerlei Informationen ihrer eigenen Kunden preiszugeben sondern als Geheimnis zu bewahren. Die Informationen über einen Kunden dürfen nur ausgegeben werden, wenn der Bankkunde dies selbst erlaubt oder die Bankaufsicht etwa wegen eines Strafverfahrens eine Einsicht in die Kundendaten haben möchte.

                   

                  Banknotenprivileg

                  Das Banknotenprivileg erlaubt es dem Inhaber eigene Banknoten zu drucken und auszugeben. Dieses Privileg haben auf der Welt nur die Zentralbanken, wie etwa die Deutsche Bundesbank oder die US-Notenbank.

                   

                  Barausschüttung

                  Bei einer Barausschüttung handelt es sich um eine Gewinnausschüttung für Aktionäre einer Aktiengesellschaft in bar. Die Auszahlung erfolgt dann üblicherweise durch Überweisung auf ein Bankkonto der Wahl.

                   

                  Barreserve

                  Die Barreserve ist kurzfristig verfügbares Kapital wie zum Beispiel Tagesgeld.

                   

                  Barscheck

                  Der Barscheck ist ein Scheck, der auf einen Geldbetrag ausgestellt ist und nur an den Empfänger oder Inhaber auszuzahlen ist. Eine Auszahlung des Geldbetrags ist nur bei der Bank möglich, die auf dem Barscheck eingetragen ist.

                   

                  Basis Point

                  Die Fachbezeichnung Basis Point beschreibt den Kursunterschied bezüglich Preisen, Renditen und Kursen. Dabei wird ein Basispunkt in 0,01 Prozent ausgedrückt.

                   

                  Basispunkt

                  Der Basispunkt ist das Hundertstel eines Prozentpunktes. Dabei entspricht ein Basispunkt genau 0,01 Prozent.

                   

                  Basketzertifikat

                  Das Basketzertifikat ist ein Wertpapier, bei dem man einen prozentualen Anteil eines Wertpapierkorbs abhängig vom Bezugsverhältnis erwirbt. Dabei profitieren Anleger von der Kursentwicklung des Basketzertifikats. In einem solchen Korb befinden sich Aktien bestimmter Branchen, Länder oder Unternehmen.

                   

                  Bausparen

                  Das Bausparen ist eine Anlageform, die dazu dient, ein bestimmtes Kapital anzusparen und darüberhinaus ein niedriges Darlehen zu bekommen, mit dem Ziel ein Hausbau oder Hauskauf zu finanzieren. Der Anleger zahlt jeden Monat einen festgelegten Geldbetrag auf das Bausparkonto ein. Dort wird es entsprechend verzinst und nach einer gewissen Laufzeit kann über das dort angesparte Kapital verfügt und zusätzlich ein Darlehen mit einem bereits zum Vertragsbeginn festgelegten Zinssatz in Anspruch genommen werden. Der Staat unterstützt das Bausparen durch Bausparprämien und vermögenswirksame Leistungen. Erfunden wurde das Bausparen von den Chinesen.

                   

                  Bausparguthaben

                  Das Bausparguthaben ist ein angesammeltes Guthaben, dass aus Bausparbeiträgen, staatlichen Bausparprämien, Guthabenzinsen, Zinsbonus, Wohnungsbauprämie und einer Arbeitnehmersparzulage bestehen kann. Sobald die Bindungsfrist abgelaufen ist, wird das angesparte Guthaben ausgezahlt. Diese so genannte Mindestsparzeit beträgt je nach Bauspartarif 12 bis 80 Monate.

                   

                  Bausparkassen

                  Die Bausparkassen sind Banken und Kreditinstitute, welche Bauspareinlagen von Bausparern verwalten. Die Bausparkassen sind dazu verpflichtet, ihren Kunden von den angesparten Bausparbeträgen einen Realkredit zu geben. Mit dem Realkredit kann der Bausparer zum Beispiel eine Immobilie kaufen, renovieren oder entschulden.

                   

                  Belegschaftsaktien

                  Die Belegschaftsaktien sind Aktien, die an der Börse notierte Unternehmen an ihre Mitarbeiter zu bevorzugten Konditionen herausgeben. Bei einer Sperrfrist von sechs Jahren profitiert der Mitarbeiter von einer steuerlichen Vergünstigung. Wird eine Belegschaftsaktie zum Vorzugskurs erworben, so müssen darauf keine Steuern gezahlt werden. Dies gilt jedoch nur, wenn der Gesamtbetrag von 135 Euro jährlich nicht überschritten wird.

                   

                  Benchmarkanleihe

                  Die Benchmarkanleihe ist eine Referenzanleihe, die in der Regel vom Staat herausgegeben wird. Aufgrund des durchschnittlich hohen Ausgabevolumens und den damit verbundenen Konditionen sowie der Liquidität ist diese Anleihe für andere Emittenten eine Referenz auf dem Anleihemarkt.

                   

                  Besparung

                  Die Besparung beschreibt die regelmäßige Zahlung von Bausparbeiträgen in einer bestimmten Höhe. Der Bausparer kann seinen eigenen Bausparvertrag entscheidend beeinflussen. Dies geschieht meist dadurch, dass er eine Sonderzahlung leistet oder die Mindestsparsumme (Sofortauffüllung) sofort zahlt und damit die Voraussetzungen zur Zuteilung der Bausparsumme erfüllt.

                   

                  Bezugsangebot

                  Das Bezugsangebot ist eine Bekanntmachung bei der dazu aufgefordert wird, junge Aktien zu beziehen. Das Bezugsangebot beinhaltet gleichzeitig die Bezugsbedingungen.

                   

                  Bezugsschein

                  Der Bezugsschein ist die Fachbezeichnung für einen Gewinnanteil bzw. Dividendenschein oder Optionsschein.

                   

                  Big Bang

                  Der Big Bang beschreibt die Deregulierung des britischen Kapitalmarktes in deren Zuge die festen Kommissionsstrukturen abgeschafft wurden. Außerdem hatten Broker dadurch endlich die Möglichkeit, auch für ausländische Maklerfirmen tätig zu werden.

                   

                  Billigst

                  Die Bezeichnung Billigst ist eine Wertpapierorder, die keine Kursangabe hat und den Auftrag erteilt, das Wertpapier zum günstigsten Kurs zu erwerben oder zu verkaufen.

                   

                  Block Distribution

                  Die Block Distribution bezeichnet die Platzierung eines oder mehrerer Wertpapierpakete an der Börse.

                   

                  Block of shares

                  Die Bezeichnung Block of shares beschreibt ein Aktienpaket in der Größenordnung von zum Beispiel 100, 1000 oder 10.000 Wertpapieren die auf dem Börsenparkett gehandelt werden.

                   

                  Block Trading

                  Beim Block Trading wird mit Wertpapierpaketen gehandelt. Findet Anwendung vorrangig bei Anleihen, Aktien oder Optionsscheinen.

                   

                  Blue Chips

                  Die Blue Chips sind die Aktien der größten Konzerne mit einer entsprechenden Marktkapitalisierung. Diese Aktien gelten als besonders solide und gewährleisten dem Anleger nicht nur Kursgewinne, sondern es werden auch regelmäßige Dividendenzahlungen geleistet.

                   

                  Börsensegment

                  Bei einem Börsensegment handelt es sich um einen Teilbereich einer Wertpapierbörse, wie etwa die Nasdaq an der New Yorker Stock Exchange.

                   

                  Bonds

                  Die Fachbezeichnung Bonds steht für festverzinsliche Wertpapiere und wird sowohl von Unternehmen als auch von Ländern herausgegeben. Mit der Ausgabe eines Bonds finanziert der Emittent (Unternehmen oder Land) ein bestimmtes Vorhaben. Die festverzinslichen Wertpapiere haben eine bestimmte Laufzeit und werden während dieser Zeit gut verzinst. Für Anleger sind Bonds eine mittelfristig bis langfristige sichere Geldanlage.

                   

                  Bonifikation

                  Die Bonifikation ist eine Vergütung oder Provision, die Banken für den Verkauf von Wertpapieren erhalten.

                   

                  Boss-Cube

                  Der Boss-Cube ist ein elektronisches System welches sowohl Wertpapieraufträge über die Datenleitung ausführt als auch zur Kursfindung dient. Die Bezeichnung Boss-Cube bedeutet im Einzelnen: Börsen-Order-Service-System (Boss) und Computer-Unterstütztes-Börsenhandels-und-Entscheidungssystem (Cube).

                   

                  Branchenfonds

                  Es handelt sich hierbei um Fonds, die das Kapital der Anleger in bestimmte aussichtsreiche Branchen investieren. Die Fondsgesellschaft kann hierbei zum Beispiel ausschließlich in Bankaktien, Technologieaktien oder Energiewerte investieren.

                   

                  Bucket Shop

                  Bei einem Bucket Shop handelt es sich um ein Unternehmen, dass im Effektenhandel tätig ist und eher geringwertige Wertpapiere verkauft.

                   

                  Bufferstock

                  Der Bufferstock ist ein Ausgleichslager international gehandelter Rohstoffe. Die dort gelagerten Rohstoffe dienen zum Ausgleich möglicher Preisschwankungen.

                   

                  Bullish

                  Die Bezeichnung Bullish beschreibt einen positiv eingestellten Anleger, der auf steigende Aktienkurse hofft und daher offen für Aktienkäufe ist.

                   

                  Bundesobligation

                  Die deutschen Bundesobligation ist eine Bundesanleihe, die seit 28 Jahren vom Bund herausgegeben wird. Diese Bundesanleihe hat eine Laufzeit von fünf Jahren und besitzt über einen festen Zinssatz. Die Anleihen können an der Börse ge- und verkauft werden, wobei der Mindestaufragswert jedoch bei 100 Euro zu liegen hat.

                   

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