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                  Bundesobligationen: fünf Jahre fester Zins - flexibel börsentäglich veräußerbar

                  Von Diana Rothermel

                  "Bobls" heißen sie unter Insidern: die Bundesobligationen. Jährlich gibt es einen festen Zins und nach der Laufzeit von fünf Jahren ist die Rückzahlung des eingesetzten Kapitals garantiert. Für die Anleger, die trotzdem vorher ihr Kapital benötigen, ist börsentäglich ein Verkauf zum Tageskurs möglich.

                  Dreimal im Jahr gibt der Bund neue Bundesobligationen heraus. Jede Emission hat dabei ihre eigene Seriennummer und Laufzeit sowie einen festen Zinssatz. Die Fälligkeit bzw. die Zinszahlungstermine liegen – je nach Emission - im Februar, April und Oktober.

                  Die aktuelle Serie der Bobls können Sie direkt über die Finanzagentur erwerben. Dies ist gebührenfrei. Genauso wie die Verwahrung bei der Finanzagentur im sogenannten Schuldbuchkonto. Der Kurs für den Kauf der Bundesobligation ändert sich täglich. Die Mindestanlagesumme bei der Finanzagentur liegt bei 110 Euro.

                  Mit einer 5-jährigen Laufzeit gehören Bobls zu den mittelfristigen Bundeswertpapieren. Die Zinsen werden jährlich zum Zinstermin ausgezahlt. Die Höhe des Zinssatzes bleibt dabei für die gesamte Laufzeit gleich. Die Rückzahlung des eingesetzten Kapitals ist zu 100 Prozent am Laufzeitende durch den Staat gesichert.

                  0,75 % Bundesobligationen Serie 162 v. 2012 (Stand 09.02.2012)
                  WKN 114 162
                  Zinslauf ab 13.01.2012
                  Erste Zinszahlung 24.02.2013
                  Nominalzins 0,75 %
                  Fälligkeit 24.02.2017
                  Mindestnennwert 100 Euro
                  Mindestkaufbetrag 110 Euro
                  Rendite am 08.02.2012 0,92 %

                  Sicher und flexibel – Verkauf börsentäglich möglich

                  Wer sein Geld noch vor dem Laufzeitende benötigt, kann die Bobls zum Börsenkurs verkaufen, denn mit Emission werden Bundesobligationen auch an der Börse eingeführt – im Gegensatz zu Bundesschatzbriefen, Finanzierungsschätzen und der Tagesanleihe. Bei einem Verkauf zum Börsenkurs besteht allerdings das Risiko von Kursschwankungen: so kann es dazu kommen, dass der aktuelle Kurs unter dem eigenen Kaufkurs liegt.

                  Werden die Bundesobligationen über die Finanzagentur veräußert, geschieht dies in einem außerbörslichen Verfahren. Als Effektenprovision werden dabei von der Deutschen Bundesbank 0,4 Prozent des Kurswertes berechnet. Auf Wunsch bietet die Finanzagentur auch einen Verkauf direkt über die Börse an. Wenn Sie diese Möglichkeit nutzen, erfolgt der Verkauf zum Einheitspreis der Frankfurter Wertpapierbörse mit Berechnung von Börsengebühren und Maklercourtage. Ein Verkauf aus dem Bankdepot erfolgt analog.

                  Wenn Sie die Bundesobligation bis zur Fälligkeit behalten, entstehen für Sie keinerlei Kosten. Ältere Serien der Bobls können auch über die Börse gekauft werden. Auch hierfür fallen in der Regel Gebühren und Maklercourtage an.

                  Rendite im Vergleich zu Bundesschatzbriefen

                  Bei den Bundeswertpapieren haben Sie in Bezug auf eine mittelfristige Laufzeit mit jährlicher Zinszahlung die Wahl zwischen den Bundesobligationen (fünf Jahre, börsentäglich veräußerbar, fester Zins) und den Bundesschatzbriefen Typ A (sechs Jahre, nach dem ersten Jahr Rückgabe möglich, jährlich ansteigender Zins).

                  Wenn Sie sich sicher sind, dass Sie Ihr Geld fünf Jahre nicht benötigen, und unbedingt in Bundeswertpapiere investieren möchten, sollten Sie sich für Bundesobligationen entscheiden, da die Rendite höher ist. Wäre es jedoch möglich, dass Sie Ihr Kapital bereits nach zwei bis drei Jahren zurück möchten, sollten Sie sich bewußt sein, dass Sie die Bobls zum Börsenkurs veräußern müssen, der Schwankungen unterliegt und somit nicht fest zu kalkulieren ist. Er kann höher oder niedriger als Ihr Kaufkurs sein.

                  Bei Bundesschatzbriefen Typ A haben Sie zwar eine niedrigere Rendite, dafür aber kein Kursrisiko. Sie können die Schatzbriefe nach dem ersten Jahr zum Nennwert zurückgeben. Allerdings ist die Rückgabe auf 5.000 Euro innerhalb von 30 Zinstagen begrenzt. Wenn Sie eine größere Summe anlegen, könnten Sie darüber nachdenken, den Betrag zwischen den Bundeswertpapieren aufzuteilen.

                  Kontakt

                  Finanzagentur der Bundesrepublik Deutschland
                  Kostenfreie (im Inland) Servicehotline : 0800 / 2225510
                  Mo – Do 7.30 Uhr bis 18.30 Uhr, Fr 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr
                  www.bundeswertpapiere.de

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