Geldanlage

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Vermögenswirksame Leistungen

Abgeltungsteuer – Höhe und Steuererklärung
Freistellungsauftrag für Kapitalerträge
NV-Bescheinigung: Erteilung und Antrag
Sparer-Pauschbetrag
Kontoabfrage durch Finanzamt

EZB Leitzinsen
Bedeutung Leitzins, Nominalzins und Realzins für Geldanlage
Sparbrief
Gold als sichere Geldanlage

Bundeswertpapiere
Prämiensparen
Pfandbriefe

Zertifikate

Kapitalanlagen in erneuerbare Energien
Photovoltaikanlagen als lukrative Geldanlage

Sichere Geldanlagen – Rendite erst der zweite Aspekt

Sicherheit bringt Renditeeinbußen – das ist das Gesetz auf dem Kapitalmarkt. Doch gerade in der Finanzkrise hat sich gezeigt, was Sicherheit von Kapitalanlagen bedeutet und wie wichtig sie werden kann. Da gerät die Rendite schnell in den Hintergrund.

Das magische Dreieck der Vermögensanlage besteht aus den drei Kriterien Rendite (Ertrag), Sicherheit und Liquidität (Verfügbarkeit).

Dreieck der Vermögensanlage

Ein Spannungfeld besteht dabei zwischen:

  • der Rendite und der Sicherheit:
    je weniger Risiko eingegangen wird, d.h. je größer die Sicherheit der Anlage ist, desto niedriger ist die Rendite.
  • Rendite und Verfügbarkeit:
    je schneller das Kapital verfügbar ist, desto geringer ist die Rendite.

Wenn für Sie als Anleger die Sicherheit Ihres Kapitals bei der Anlage am wichtigsten ist, sollten Sie eine angemessen geringere Rendite dafür in Kauf nehmen. Nur dann können Sie beruhigt Ihr Geld für sich arbeiten lassen.

Hohe Renditen bei absoluter Sicherheit gibt es nicht und wird es auch nie geben.

Anlageversprechen wie “Traumrenditen” oder “todsicheren Anlageprodukte mit außerordentlicher Rendite” zählen zum “grauen” Kapitalmarkt. Glauben Sie solchen Versprechen nicht und fallen Sie nicht auf solche Angebote herein! Auch nicht, wenn es um Immobilien geht.

Diversifizieren Sie Ihre Geldanlagen

Vor der Anlage von Kapital steht immer zunächst die Entscheidung darüber, wie lange Sie das Geld nicht benötigen. Bei größeren Beträgen ist es sinnvoll, nicht alles auf ein Pferd zu setzen.

Eine Streuung des Vermögens auf verschiedene Anlageformen bietet Sicherheit und auch Flexibilität. Zudem sollten Sie das Angebot an sicheren Anlagen von unterschiedlichen Kreditinstituten miteinander vergleichen und dann den Renditeaspekt entscheiden lassen. Achten Sie aber darauf, den Überblick über Ihre Anlagen zu behalten.

Zur Kategorie der sicheren Anlagen zählen:
(* bei Banken, die der Einlagensicherung des Bankenverbandes unterliegen)

Im kurzfristigen Bereich (bis ein Jahr)

Mittel- bis langfristig (länger als ein Jahr):

  • Geldanlagen mit fester Verzinsung bei Banken und Sparkassen, wie Spareinlagen, Sparbriefe genauso wie Banksparpläne*
  • Staatsanleihen / Bundeswertpapiere: Bundesobligationen, Bundesanleihen
  • Festverzinsliche Wertpapiere (Anleihen) mit fester Verzinsung und guter Bonität (Rating), wie beispielsweise Unternehmensanleihen von soliden Unternehmen und Pfandbriefe von Hypotheken- und Landesbanken (Voraussetzung: halten bis Laufzeitende, sonst Kursrisiko)

Bei allen diesen Anlagen sind Ihnen die Zinsen von Beginn an bekannt (Ausnahme Tagesgeldkonten) und bei Fälligkeit erhalten Sie Ihr Kapital unvermindert zurückgezahlt.

Physisches Gold als aboluter Schutz für die Krise

Eine Investition in Gold gilt als krisensicher. Wichtig ist dabei jedoch, dass Sie in physisches Gold, d.h. in Form von Münzen und Barren oder auch Schmuck, investieren und nicht etwa in Investmentfonds oder Zertifikate. Bei einem Kauf von Goldmünzen sollten Sie auf eine kleine Stückelung achten. Insgesamt sollte Gold nur einen kleinen Anteil Ihres Vermögens ausmachen.

Riskante Geldanlagen vermeiden

Vermeiden sollten Sie Geldanlagen mit Kursschwankungen. Wenn Sie dennoch in Aktien investieren möchten, dann bitte nicht in Einzelwerte. Gut geeignet sind Investmentfonds, die einen Index abbilden, die sogenannten ETFs (Exchange Traded Funds). Auch Dachfonds streuen das Risiko gegenüber den “normalen” Investmentfonds deutlich. Dies gilt für Aktien-, Renten- und Immobilienfonds gleichermaßen.

Wenn Sie Ihr Geld sicher anlegen, dann vermeiden Sie auf alle Fälle Anlagen in:

  • Zertifikate, Derivate, Optionsscheine
  • Anleihen mit schlechter Bonität
  • Kreditfinanzierte Anlagen
  • Anlagen bei Banken die nicht der Einlagensicherung des Bankenverbandes unterliegen
  • Anlagen, bei deren Abschluss Sie unter Druck gesetzt werden, egal wie schmackhaft Ihnen Ihr Anlageberater diese Anlageformen macht.

Investitionsmöglichkeiten in Immobilienobjekte und geschlossene Fonds sind sehr vielfältig. Sie eignen sich meist jedoch nur für vermögende Investoren und nicht für den Normalverdiener.

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