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Fonds: Tipps & Meinungen
Vietnam - Anlagemarkt mit Perspektive
22.03.2011 Eher wenig Beachtung findet bisher das kleine asiatische Land Vietnam. Schaut man sich die aktuelle Wirtschaftslage an, machte dies bis vor kurzem auch Sinn. Von der allgemeinen wirtschaftlichen Erholung in der Welt und auch in Asien war in Vietnam wenig spürbar. Doch die Anzeichen, dass sich der Abschwung der vietnamesischen Wirtschaft dem Ende zuneigt, mehren sich.
Zudem sind die Aktienkurse auf einem attraktiven Niveau, so liegt das allgemeine Kurs-Gewinnverhältnis (KGV) bei unter 10, zum Vergleich, das KGV in China wird aktuell mit einem Wert von 14 taxiert. Schätzungen des Internationalen Währungsfonds gehen davon aus, dass sich im Jahr 2011 das Bruttoinlandsprodukt von Vietnam um knapp 7 % steigern wird. Bereits im vergangenen Jahr legte das BIP um etwa 6 % zu. Auch die Inflation, die zur Hochzeit der globalen Wirtschaftskrise bei knapp 30 % lag, wird derzeit mit rund 10 % taxiert.
Langfristige Vorteile von Vietnam
Neben diesen momentanen Indikatoren, die für ein langsames Erholen der Wirtschaft stehen, sind es aber vor allem die langfristigen Indikatoren, die dem Land eine positive Perspektive bescheren. Ein Beispiel ist die Demografie von Vietnam, mehr als die Hälfte der knapp 90 Millionen Vietnamesen ist unter 30 Jahre alt. Auch die Bildungsquote der Bevölkerung muss den Vergleich mit anderen aufstrebenden Nationen in Asien nicht scheuen. So liegt die Rate an Analphabeten bei unter 10 %, wesentlich weniger als beispielsweise in einem Land wie Indien.
Geringe Lohnkosten erhöhen Exportchancen
Ein weiterer Vorteil des Landes sind die niedrigen Lohnkosten. Diese sind gerade im Vergleich zu einem Land wie China ein echter Vorteil beim Kampf um Exportmärkte. Dieser Punkt hat sich natürlich längst in den Unternehmenszentralen einiger Großkonzerne herumgesprochen und so findet man mittlerweile einige Produktionsstätten von ausländischen Konzernen in Vietnam.
Ein Beispiel ist das bekannte IT-Unternehmen Intel. Ebenfalls positiv für die Zukunft des Landes ist die große Anzahl an Privatisierungen, die seit 2007 in Vietnam stattfanden. Diese Entwicklung erfolgte, nachdem das Land 2007 der Welthandelsorganisation (WTO) beitrat und sich wirtschaftlich liberalisierte.
Indexfonds für vietnamesischen Aktienmarkt
Wenn Sie sich für ein Investment in dem Land interessieren, können Sie beispielsweise einen Indexfonds von der Deutschen Bank nutzen. Der db x-trackers FTSE Vietnam Index ETF (ISIN: LU0322252924) investiert in die Werte von rund 20 vietnamesischen Firmen. Dabei handelt es sich um die Unternehmen des FTSE Vietnam Index, denen man eine genügende Verfügbarkeit für ausländische Beteiligungen bescheinigt.
Größter Einzelwert ist die HAGL Joint Stock Company. Der Konzern ist in unterschiedlichsten Branchen tätig, beispielsweise Immobilien und Hotelgewerbe. Gefolgt wird er von der Firma Vincom, die ausschließlich in der Immobilienbranche tätig ist. Bei der Branchenverteilung des FTSE Vietnam Index ist aber der Finanzsektor mit knapp 50 % Anteil am Portfolio klar an vorderster Stelle zu finden.
Niedrige Aktienkurse im Index
Zur Performance des Index lässt sich sagen, dass der Abwärtstrend in 2010 noch nicht gestoppt wurde. Das Minus lag bei rund 17 %. Doch wie Eingangs erwähnt stehen die Zeichen langsam wieder auf Wachstum. Für risikovollere Anleger ist also momentan die Chance auf niedrige Einstiegspreise gegeben. Besonders vor dem Hintergrund, dass der Index noch immer über 50 % unter seinem Wert aus dem Jahr 2008 liegt. Das Aufholpotential für den vietnamesischen Aktienmarkt ist dementsprechend hoch.
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