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Fonds: Tipps & Meinungen
Schiffsbeteiligungen Zweitmarkt
01.01.1970 In der Vergangenheit war die geschlossene Anlage der Schiffsbeteiligungen eine einzige Erfolgsgeschichte. Mit dem Aufkommen der Finanzkrise hat sich das positive Bild aber grundlegend gewandelt, denn die zurückgehenden Frachtaufträge drücken die Bilanzen der meisten Containerschiffe. Für Anleger bietet sich hierbei aber auch die Chance, dass momentan auf dem Zweitmarkt zahlreiche lukrative Fondsbeteiligungen zu erwerben sind.
In Folge der wachsenden Globalisierung wuchs gleichzeitig auch der weltweite Handel in den letzten Jahren. Die Branche der Schifffahrt profitierte davon in besonderem Ausmaß. Wachstumsraten von etwa 20 Prozent waren somit beim Containergeschäft auf den Weltmeeren nicht die Ausnahme sondern zur Regel geworden. Aktuell befinden sich aber nun die Charterraten in einer abrupten Abwärtstendenz. Dies kann man beispielsweise am unbestechlichen Howe-Robinson-Index ablesen, der die Entwicklung der Raten für Containerschiffe misst. Weit über 300 Punkte gab dieser Indikator in den letzten Monaten nach und pendelt sich derzeit bei einem Wert von 1100 Punkten ein.
Der Grund ist schnell ausgemacht, die globale Finanzkrise, die längst auch zur Wirtschaftskrise mutiert ist, hat zu starken wirtschaftlichen Abschwüngen in den USA, Europa oder auch Asien geführt. Deshalb haben diverse Reedereien, wie beispielsweise das Unternehmen Maersk Line, schon seit einiger Zeit damit begonnen ihre Frachtraten zu reduzieren und zusätzlich die Charterraten zu senken, damit zumindest noch etwas an Gewinn zu erzielen ist. Aus dieser Entwicklung heraus sind die Transportkosten für einen Standardcontainer von Asien nach Europa innerhalb nur eines Jahres von 2000 Dollar auf etwa 400 Dollar gesunken.
Trotzdem zieht der harte Wettbewerb bereits einige Verlierer nach sich, so mussten seit Beginn des Jahres mehrere Fonds ihre Insolvenz anmelden und die Anleger hatten mit einem Totalverlust zu rechnen. Für 2009 prognostiziert der IWF höchstens noch zwei Prozent Steigerung beim Welthandel, als Folge erzielt der Containerverkehr auch nur ein Wachstum von mickrigen 4 Prozent. Für die Anleger bedeutet diese Prognose geringere Renditen bei den Schiffsbeteiligungen, so waren es bereits 2008 statt der durchschnittlichen acht Prozent nur noch zwischen fünf und sechs Prozent gewesen.
Chancen liegen aktuell speziell auf dem Zweitmarkt
Als Anleger sollten Sie sich aber durch die negativen Schlagzeilen auch nicht komplett verunsichern lassen. Trotz aller Hiobsbotschaften, gibt es eben immer noch zahlreiche Schiffsbeteiligungen, die gute Gewinne erwirtschaften. Dies betrifft besonders Containerschiffe, die vor der Baupreisexplosion von 2005 gekauft wurden und heutzutage fast schuldenfrei fahren. Außerdem auch Frachtschiffe, die mit langfristigen Charterverträgen ausgestattet sind und somit von sinkenden Einnahmen gar nicht betroffen sind. Die Anlegerchance liegt also weniger bei neu aufgelegten Schiffsbeteiligungen, sondern vielmehr auf dem Zweitmarkt.
Momentan lassen sich hier durch die vielen verkaufswilligen Anleger sehr gute Angebote ausmachen. Bereits für 2008 ließ sich ein Rückgang der Kaufpreise um durchschnittlich 40 Prozent beobachten. Dieser enorme Preisverfall strafte dabei aber auch oftmals Beteiligungen ab, die immer noch gute Perspektiven besitzen.
Neben der Option eine einzelne Schiffsbeteiligung selbstständig zu erwerben, kann man als Anleger auch einfach Anteile von einem Fonds kaufen, der sich ausschließlich am Zweitmarkt engagiert und gleichzeitig in viele Schiffsbeteiligungen investiert. Für den Anleger hat dies natürlich den Vorteil, dass eine hohe Diversifikation erreicht wird, die vor möglichen Verlusten besser schützt. Ein Beispiel für einen solchen Fonds ist der „Maritim Invest XVIII“, der aktuell von der Maritim Invest Beteiligungsgesellschaft herausgegeben wird.
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