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Fonds: Tipps & Meinungen
Offener Immobilienfonds allein für München
05.05.2010 Die Catella Real Estate Kapitalanlagegesellschaft überrascht im Markt der offenen Immobilienfonds mit einem innovativen Ansatz. Denn mit dem Fonds Catella MAX (WKN: AOY FRV) wurde nun der erste Immobilienfonds nach Maßgabe des deutschen Kapitalanlagerechts aufgelegt, der ausschließlich in einer deutschen Stadt, nämlich in München investiert.
Die Nachrichtenlage über offene Immobilienfonds ist seit Monaten extrem negativ. Der Grund dafür ist, dass viele Fonds in Folge der Finanzkrise und dem panikartigen Abzug der Anlegergelder geschlossen worden. Viele Anleger kommen deshalb nicht an ihr Geld und die Idee des offenen Immobilienfonds wird somit auf den Kopf gestellt. Eine Entwicklung, die nun sogar das Finanzministerium auf den Plan ruft, denn hier wird bereits fleißig an gesetzlichen Änderungen gearbeitet, die eine Wiederholung der Geschehnisse verhindern sollen. Beispielsweise beinhalten die weitgehenden Novellierungsvorschläge die Einführung einer Mindesthaltedauer von zwei Jahren und eine Kündigungsfrist, die zwischen einem halben und ebenfalls zwei Jahren liegen soll.
Fonds investiert entgegen allgemeinem Trend
Dem negativen Image zum Trotz wurde aber nun bei der Catella Real Estate Kapitalanlagegesellschaft ein Fonds auf den Markt gebracht, der es wert ist, näher beschrieben zu werden. Der Catella MAX konzentriert sich in seiner Anlagestrategie nur auf die Stadt München und investiert damit vollkommen anderes als die meisten anderen offenen Immobilienfonds, die in den vergangenen Jahren ihren Bestand an Immobilien in Deutschland regelmäßig verkleinert haben. Wirklich neu ist aber vor allem der Ansatz, sich auf eine einzige Stadt zu fokussieren. Dies steht der Idee der offenen Immobilienfonds eigentlich entgegen, die bisher fast immer auf eine breite globale Streuung der Objekte setzen. Zwar bietet der Fonds also nur eine regionale Ausrichtung an, dafür aber eine breite sektorale Diversifikation. Dies bedeutet, dass der Fonds in unterschiedliche Segmente investiert, beispielsweise in Wohnimmobilien, Büro- und Einzelhandelobjekte. Dadurch wird das Ziel einer hohen Diversifikation von Gebäudetypen und Mieterstruktur gewährleistet. Hierzu gehört auch die Vorgabe, dass Entwicklungs- und Restrukturierungsprojekte nur maximal 15 % des Fondsvolumens ausmachen dürfen.
München bietet sich für einseitige Strategie an
Dass die Wahl des Fonds auf München fiel, verwundert nur wenig. Denn in den meisten Immobilienrankings für Deutschland steht die Stadt, aufgrund der ausgewogenen Wirtschaftsstruktur auf dem vordersten Platz. Eine Einschätzung, die sich auch für die nähere Zukunft treffen lässt und die Preise, beispielsweise für Wohneigentum in München, steigen seit Jahren unaufhörlich an. Doch auch in den Bereichen der Büroimmobilien und Objekten für den Einzelhandel belegt München kontinuierlich einen europäischen Spitzenplatz in der Kategorie der stabilen beziehungsweise ansteigenden Mietpreise.
Hoher Mindestanlagebetrag
Die Zielgruppen des Fonds sind vor allem kleinere institutionelle Investoren und eher wohlhabende Privatanleger, denn die Mindestbeteiligung an dem Fonds ist mit 300 000 Euro sehr hoch angesetzt. Die Ausrichtung des Fonds für die Zukunft sieht vor, dass man Objekte in der Volumenspanne von zehn bis 30 Millionen Euro erwirbt. Anteile an dem Fonds kann man aktuell ausschließlich über das Münchner Bankhaus Merck Finck & Co erwerben. Der Fondsherausgeber selbst, die Catella Real Estate AG ist wiederum noch eine junge Kapitalanlagegesellschaft, da sie erst im Jahr 2007 gegründet wurde. Allerdings verfügt der Vorstandschef Andreas Kneip über eine bereits rund 20-jährige Erfahrung in der Münchner Immobilienwirtschaft, die er sich beispielsweise durch Positionen bei der Siemens Kapitalanlagegesellschaft mbH und als Geschäftsführer der UBS Real Estate KAG erworben hat.
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