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Fonds: Tipps & Meinungen
Jupiter European Growth - aktives Management nach festen Prinzipien
Von: Mathias Bartsch
08.02.2010 Fonds, die sich in der Anlagepolitik über Jahre konsequent treu beleiben, findet man heutzutage immer seltener. Ein Fonds aus dieser dünn gesäten Gattung ist aber ohne Abstriche der Jupiter European Growth, der auf wenige Prinzipien setzt, die aber wie erwähnt auch geradlinig einhält.
Die Konstanz in der Anlageausrichtung hat beim Jupiter European Growth (WKN: AOJ 317) sicherlich auch etwas mit der Beständigkeit des Fondsmanagements zu tun, denn bereits seit 1995 wird der Fonds von dem Briten Alex Derwall geleitet. Die Philosophie des Fonds lässt sich in 3 grundlegende Prinzipien einteilen:
- investiert wird nur in europäische Unternehmen, die aber global tätig sind
- der Anlagezeitraum wird immer auf eine Dauer von 3 bis 5 Jahren begrenzt
- Investments werden nur vorgenommen, wenn solide Bilanzen und eine fundamental günstige Bewertung vorliegen
Stockpicking statt Benchmarking
Die Fondspolitik richtet sich nur an den erwähnten 3 Prinzipien aus, wodurch die Punkte der Branchen- und Länderzugehörigkeit keine entscheidende Rolle bei den Investmententscheidungen spielen. Statt auf eine Diversifizierung nach Ländern oder Branchen zu achten, sieht das Fondsmanagement das jeweilig überzeugende Geschäftsmodell als ausreichende Risikokontrolle. So investiert man stattdessen immer nur in die jeweils beste Aktie aus jeder Branche. Eine Vorgehensweise, die durchaus mit großem Erfolg in der Vergangenheit aufwarten kann. So erzielte der Jupiter European Growth in den vergangenen fünf Jahren ein Plus von etwa 30 %. Im abgelaufenen Jahr 2009 konnte sogar ein Zugewinn von 38 Prozentpunkten verbucht werden. Damit liegt der Fonds auf den vordersten Plätzen der Top Europafonds, eine Performance, die er seit seiner Auflegung erzielt hat. Denn in allen Jahren konnte man den Fonds immer unter den ersten 25 % der besten Europafonds entdecken. Zusätzlich schlug der Fonds den MSCI Europe an allen Markttagen im Jahr 2009.
Maximal 40 Unternehmen im Fonds
Der Fonds sieht eine Fokussierung auf vergleichsweise wenige Unternehmen vor. So schwankt dieser Wert zwischen 30 und 40 unterschiedlichen Aktien. Begründet wird diese Verengung mit der tief greifenden Analyse der Unternehmen, die nur bei einer geringeren Unternehmensanzahl gewährleistet werden kann. Zu den vertretenen Unternehmen im aktuellen Portfolio zählen beispielsweise die Firmen Metro, Aixtron oder auch Novozymes. Das dänische Unternehmen Novozymes stellt mit 6 % den größten Firmenwert dar, die Firma ist derzeit der Marktführer im Bereich der industriellen Produktion von Enzymen und Mikroorganismen auf Biotechnologie-Basis. Das Unternehmen besitzt aktuell einen weltweiten Marktanteil von knapp 50 Prozent.
Länderverteilung des Fonds
Auch wenn die Länderauswahl für den Fonds von untergeordneter Bedeutung ist, soll sie hier noch kurz erwähnt werden. Aktuell lässt sich bei der Ländergewichtung des Jupiter European Growth feststellen, dass französische Unternehmen am stärksten im Portfolio gewichtet sind, ihr Anteil liegt bei rund 24 %. Gefolgt wird der Spitzenreiter von Deutschland, das mit rund 17 % im Fonds vertreten ist. An dritter Stelle liegt wiederum Großbritannien mit einem Wert von etwa 16 %.
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