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Fonds: Tipps & Meinungen
Experten sagen Rückgang von Fonds in Europa voraus
26.12.2009 Laut einer kürzlich erfolgten Untersuchung durch die Ratingagentur Morningstar wird die Anzahl der in Europa angebotenen Investmentfonds im Jahr 2009 um bis zu 5 Prozent zurückgehen. Allein seit Jahresbeginn sind 1408 Fonds weniger am Markt vorhanden. Ein Minus, welches vor allem darin begründet ist, dass zahlreiche Fonds in Europa zu klein konzipiert sind und dadurch auch zu teuer.
Die Studie von Morningstar fand heraus, dass in den ersten neun Monaten des Jahres 2009 insgesamt 1560 Produkte neu aufgelegt worden. Gleichzeitig fusionierten aber 996 Fonds und 1972 Investmentfonds wurden im selben Zeitraum geschlossen. Womit sich das erwähnte bisherige Minus von 1408 Fonds für 2009 ergibt.
Europäische Fonds zu teuer im Vergleich mit amerikanischem Markt
Der Abwärtstrend bei den Fondsanbietern ist aktuell recht neu, denn noch vor der Finanzkrise hat sich der Markt rasant entwickelt. Von der einstigen Expansion ist aber nun nichts mehr übrig, vielmehr ist die Größe der europäischen Fonds zum Problem geworden. Diese sind nämlich bei den Gebühren, verglichen mit amerikanischen Produkten, schlichtweg teurer. Während die in der Regel um einiges größer konzipierten amerikanischen Fonds im Durchschnitt jährliche Gebühren von 1,3 Prozent verlangen, werden die Gebühren bei europäischen Fonds mit durchschnittlich 2,0 Prozent veranschlagt. Die Begründung ist dabei so schlicht wie einleuchtend, wenn die Fixkosten auf ein größeres Volumen verteilt werden, dann sinken im Umkehrschluss auch die Gebühren. Derzeit haben aber nur 0,03 Prozent der europäischen Fonds ein Investitionsvolumen von über einer Milliarde Euro. Ein Bild, das sich in den USA ganz anders gestaltet, dort lassen wesentlich mehr Fonds in dieser Größenkategorie ausmachen, konkret sind es 12,8 Prozent.
Weniger Fonds bedeutet auch weniger Gebühren
Für den Anleger dürfte das Fondssterben also durchaus von Vorteil sein, denn es ist zu erwarten, dass hierdurch ebenfalls tendenziell die Gebühren fallen werden. In die Studie waren übrigens etwa 31 000 Fonds aus Europa eingeflossen, nur die Gruppe der Geldmarktfonds blieb außen vor. Das Volumen dieser Investmentfonds betrug dabei 4,5 Billionen Euro. Aus dem amerikanischen Markt wurden 6 700 Produkte ausgewählt, die 3,8 Billionen Euro an Anlagegeldern in sich vereinigten.
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