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Fonds: Tipps & Meinungen
ETF für asiatischen Immobilienmarkt
19.07.2010 Gleich vier neue ETFs für den Bereich der Immobilien lassen sich beim französischen Anbieter Lyxor vorfinden. Darunter befindet sich auch ein Indexfonds, der die Wertentwicklung des asiatischen Immobilienmarktes spiegelt und interessante Perspektiven besitzt.
Beim Anbieter Lyxor kennt man sich im ETF-Bereich bestens aus, immerhin handelt es sich bei der Tochtergesellschaft der Societe Generale um den zweitgrößten ETF-Anbieter in Europa. Die Angebotspalette an ETFs ist deshalb seit jeher sehr groß. Nun wurde sie aber nochmals erweitert und zwar hauptsächlich mit dem Fokus auf Immobilien. So bilden die vier neuen ETFs internationale Indizes für Aktien von Immobiliengesellschaften ab. Der Auflagezeitpunkt ist dabei ideal gewählt, denn die Immobilienaktien haben in der Rückschau der letzten 12 Monate sehr stark zulegen können. Beispielsweise lässt sich diese positive Entwicklung am MSCI World Real Estate ablesen, der mit einem Plus von 66 % aufwarten kann. Auch wenn die Verluste der Immobiliengesellschaften durch die Finanzkrise besonders heftig waren, überzeugt dieses Ergebnis, besonders vor dem Hintergrund, dass parallel der weltweite Aktienmarkt nur um 18 % zulegen konnte.
ETFs für unterschiedliche Regionen
Bei den vier neuen ETFs von Lyxor kann man zwischen einem global ausgerichteten Fonds auswählen, dem Lyxor MSCI World Real Estate und drei ETFs, die sich jeweils auf ein bestimmtes Gebiet begrenzen. So kann man sich als Anleger an einem ETF für Europa, USA oder auch Asien beteiligen. Der Lyxor MSCI World Real Estate beinhaltet rund 80 Aktien, die zu den größten Unternehmen auf dem globalen Immobilienmarkt gehören. Den größten Anteil bilden hierbei wiederum Werte aus den USA, die auf sich rund ein Drittel des Fonds vereinigen. Gefolgt werden die amerikanischen Werte von Firmen aus Hongkong (21 %) und Japan (15 %). Europäische Unternehmen bilden wiederum rund 13 % des Fonds ab, wobei aber keine deutschen Immobiliengesellschaften enthalten sind. Hinsichtlich der Gewichtung der Einzelwerte lässt sich feststellen, dass kein Unternehmen mehr als 5 % auf sich vereint. Eine Tatsache, die für die gute Diversifikation des ETFs spricht.
Wenn man sich die Chancen der vier ETFs anschaut, lässt sich besonders der ETF für den asiatischen Immobilienmarkt, der MSCI AC Asia ex Japan Real Estate (LYX 0FN), als reizvoll bezeichnen. Denn hier sind die Aussichten am günstigsten, eine Einschätzung, die vor allem aufgrund des immer noch vorherrschenden Baubooms in vielen Teilen Asiens getroffen werden kann. Außerdem ist der Trend zur Urbanisierung in diversen asiatischen Regionen ungebrochen. Der ETF beinhaltet aktuell 48 Werte, wobei die beiden Hongkonger Firmen Sun Hung Kai Properties und Cheung Kong Holdings als größte Einzelwerte vertreten sind. Zusammen erreichen sie einen Wert von knapp 25 %. Der Fonds kann in einer fünfjährigen Rückschau ein sattes Plus von 51,6 % vorweisen.
Geringe Streuung bei europäischen ETF
Der ETF für Europa, der MSCI Europe Real Estate, besitzt derzeit lediglich 12 Firmen. Eine Anzahl, die man kritisch anmerken muss, da sich so nur eine geringe Diversifikation ergibt. Zudem fällt negativ auf, dass allein das französische Immobilienunternehmen Unibail-Rodamco knapp ein Drittel des Fonds abbildet. Gefolgt wird es von den Immobiliengesellschaften Land Securities Group (13 %) und British Land (10 %). Insgesamt ist der ETF aufgrund der geringen Streuung für Anleger nur bedingt zu empfehlen.
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