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Fonds: Tipps & Meinungen
ETF Anbieter aus Frankreich mit innovativen Produkten
24.05.2010 Hinter dem neuen Anbieter Amundi für Indexfonds aus dem Nachbarland Franreich verbergen sich sehr erfahrene Kenner des Marktes. Denn Amundi stellt einen Zusammenschluss der Vermögensverwaltungen der französischen Banken Crédit Agricole und Société Générale dar, die ehemals unter dem Namen CASAM agierten und sich nun unter dem neuen Namen auch dem deutschen Markt zuwenden.
Amundi verfügt bereits über ein breites Angebot an ETFs in Frankreich. So sind nicht weniger als 78 ETFs an der Pariser Euronext Börse gelistet. Das Volumen an Anlegergeldern beläuft sich wiederum auf die stattliche Summe von 3,3 Milliarden Euro. Anscheinend ist dieser Umfang aber den Verantwortlichen bei Amundi noch lange nicht ausreichend, denn man plant eine weitere Expansion. Hierbei ist man auf einem guten Weg, denn 2009 steigerte sich das verwaltete Vermögen um rund 157 %. Zu den erwähnten Erweiterungsplänen passt auch gut der aktuelle Einstieg in den deutschen Markt. Seit Anfang 2010 wurden insgesamt 17 ETFs an der Frankfurter Börse aufgelegt. Geplant sind aber noch weitere Fonds, denn bis zum Ende des Jahres soll die Palette an ETFs hierzulande auf 75 Indexfonds steigen.
Erheblicher Zuwachs im ETF Markt in 2009
Natürlich fragt man sich sofort, ob der Markt für ETFs einen weiteren Anbieter braucht. Immerhin lässt sich seit geraumer Zeit schon eine ständige Erweiterung des Angebots feststellen. Eine Einschätzung, die auch eine aktuelle Studie des Analysehauses Lipper belegt. Denn für 2009 ließen sich rund 898 ETFs in Europa zählen und somit ein Zuwachs von 206 neuen ETFs. Auch das Anlagevermögen der aufgelegten ETFs zeigte in 2009 eine exorbitante Steigerung, diese lag am Jahresende des letzten Jahres europaweit bei 162,5 Milliarden. Zieht man hierbei den Vorjahresvergleich heran, wird deutlich, dass dies einen Zuwachs von 47,4 % ausmacht.
Innovative Produkte bei Amundi
Aber die zu Beginn des vorherigen Abschnitts gestellte Frage nach der Notwendigkeit eines weiteren Anbieters für ETFs kann man bei Amundi durchaus positiv beantworten. Denn der Anbieter hält diverse ETFs bereit, die in dieser Form bisher nicht auf dem deutschen Markt erhältlich waren. Beispielsweise findet man den ETF MSCI China (ISIN: FR 0010713784), der sich auf den MSCI China H Index bezieht. Ein Index, der die Wertentwicklung von etwa 30 chinesischen Unternehmen abbildet, die allesamt in Hongkong gelistet werden. Diese chinesischen Firmen werden als so genannte H-Aktien in Hongkong notiert. Während man bisher nur ETFs vorfand, die den gesamten Hang Seng Index abbildeten, also auch Unternehmen, die nicht aus China kommen aber an der Hongkonger Börse notiert sind, kann man mit diesem ETF gezielt in die Entwicklung von rein chinesischen Unternehmen an der Börse investieren. Auch der Amundi ETF MSCI Germany (ISIN: FR 001655712), der sich auf den MSCI Germany Index stützt, ist ein gänzlich neues Produkt. Dieser Index vereint wiederum die Entwicklungen der 60 größten Aktiengesellschaften in Deutschland. Hierdurch deckt man nicht nur den DAX mit seinen 30 größten Unternehmen ab, sondern auch zahlreiche mittelgroße Firmen aus dem MDAX.
Besonders niedrige Gebühren bei Amundi
Die Verwaltungsgebühren sind bei ETFs ja ganz allgemein sehr günstig, verglichen mit konventionellen Investmentfonds. Auch der französische Anbieter Amundi glänzt bei diesem Punkt. So verlangt Amundi beispielsweise für den erwähnten ETF auf den MSCI China H Index nur 0,55 % an jährlicher Gebühr. Auch der beschriebene ETF auf den MSCI Germany Index kann sich beim Thema Gebühren sehen lassen, hierbei werden gerade einmal 0,25 % an Verwaltungsgebühr fällig.
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