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Fonds: Tipps & Meinungen
Chancenreicher Immobilienmarkt
16.11.2009 Der globale Immobilienmarkt durchlebt sicherlich eine seiner schwierigsten Perioden. Doch auch in der aktuell problematischen Zeit ergeben sich für den Anleger immer noch vielerorts Chancen in Form von lukrativen antizyklischen Investitionen.
Keine Frage, der weltweite Immobilienmarkt wurde durch die Finanzkrise und der einhergehenden Rezession schwer gebeutelt. Die Schlagzeilen waren ein Potpourris an Hiobsbotschaften, so las man vom Niedergang des australischen Marktes, genauso wie vom Abwärtsstrudel in Japan oder Großbritannien. Die gute Nachricht ist aber, dass man an einigen Standorten nun doch die Talsohle erreicht hat und sich Investitionen für offene Immobilienfonds lohnen. Die Aussichten für die Gruppe der offenen Immobilienfonds sind also, im 50. Jahr des Bestehens der Anlageklasse in Deutschland, zunehmend rosiger. Insgesamt rechnet die Branche hierzulande mit Gewinnen um die 3 Prozent, eine Rendite, mit der andere Anlageklassen in der heutigen Situation sicherlich sehr gut leben könnten.
Differenziertes Bild am internationalen Immobilienmarkt
Ein Beispiel für aktuelle Chancen bietet London. Dort locken die momentan hohen Renditechancen verstärkt Investoren an. Besonders moderne Objekte sind gefragt, die sich in besten Lagen befinden und die langfristig an bonitätsstarke Unternehmen vermietet sind. Auch Australien ist wieder begehrt, denn die niedrigen Einstiegspreise zeigen Wirkung. So hat beispielsweise die Deka Immobilien im April 2009 für etwa 52 Millionen Euro ein Bürogebäude in Northbridge, einem Vorort von Perth erworben. Zusätzlich wurde eine Büro- und Geschäftsimmobilie in Melbourne für 95 Millionen Euro in den Besitz des Deka-ImmobilienGlobal übernommen. Nur zwei Beispiele dafür, dass die Immobilienfonds aktuell sehr aktiv sind und die attraktiven Preise für langfristig orientierte Immobilienkäufe zu nutzen wissen. Weniger positiv sieht es aber immer noch am amerikanischen Markt aus. Die Kombination aus immer noch steigendem Leerstand und dadurch fallenden Mieten lässt auch für die nähere Zukunft kein positives Bild zeichnen. So liegt allein in Downtown Manhattan mit dem Finanzzentrum Wall Street der Anteil der Büroflächen, für die neue Mieter gesucht werden, bei fast 11 Prozent des gesamten Marktes.
Fokus verstärkt auf deutsche Objekte
So vielschichtig sich der internationale Immobilienmarkt derzeit präsentiert, in Deutschland ist die Immobilienwelt trotz Finanzkrise weitestgehend stabil geblieben. Verglichen mit den Rückgängen der Mieten in London zwischen Dezember 2008 und März 2009 um 21 Prozent, konnte man beispielsweise in Düsseldorf gar keinen Rückgang beobachten. Auch Frankfurt, Hamburg und München schlugen sich vor diesem Hintergrund recht gut mit Einbußen zwischen gerade einmal 2 bis 5 Prozent. Deshalb haben viele Immobilienfonds ihre Portfolios mittlerweile auf den deutschen Markt stärker ausgerichtet. Eine Entwicklung, die neu ist, denn seit der Gesetzgeber im Jahr 2002 die Möglichkeit der Immobilienanlage im Ausland für Fondsgesellschaften erleichterte, hatten die Gesellschaften ihre Investitionen auf den internationalen Immobilienmärkten immer weiter ausgebaut. Abzulesen auch in einer Studie des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI), die feststellte, dass Ende März 2009 gut 70 Prozent des Immobilienfondsvermögens deutscher Publikumsfonds in ausländischen Objekten investiert wurden. Dies wird sich nun ändern, aufgrund der beschriebenen Stabilität in Deutschland.
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