Fonds: Tipps & Meinungen
Antizyklisch investieren mit Opportunity Fonds
14.01.2010 Diverse Fondsgesellschaften können der Finanzkrise auch positive Seiten abgewinnen, denn für sie ist der aktuelle Zeitpunkt ideal, um günstige Beteiligungen an Schiffsfonds zu erwerben. Niedrige Einstiegspreise und das Vertrauen auf ein baldiges Anziehen der Konjunktur sind die beiden Hauptbeweggründe.
Der Fonds-Anbieter Oltmann, ein erfahrenes Emissionshaus aus dem ostfriesischen Leer, legte im November 2009 den Schnäppchenfonds II auf und traf anscheinend den Nerv der Anleger. Denn innerhalb weniger Wochen war der Fonds platziert. Ein Erfolg, der schon dem ersten Fonds aus dem hohen Norden des Landes beschieden war. Da auch der Vorgänger, der Schnäppchenfonds I, innerhalb kürzester Zeit ein Anlagevermögen von rund 35 Millionen Euro einsammelte. Das Konzept hinter beiden Fonds sieht eine Verbindung aus dem Kauf günstiger Schiffneubauten, die in Folge der Krise nicht vom Besteller übernommen werden, und dem Erwerb von ebenfalls sehr preisgünstigen Zweitmarkt-Beteiligungen. Beispielsweise erwarben die Ostfriesen für den Schnäppchenfonds I bisher 4 Schiffe, die beim Preis einen Abschlag zwischen 30 und 55 Prozent zum ursprünglichen Orderpreis aufwiesen.
Gute Ergebnisse in der Vergangenheit
Die verfolgte Idee hat die Oltmann Gruppe bereits im Jahr 2000 zum ersten Mal in einen Fonds verwirklicht und verfügt somit über Erfahrungswerte, die sich durchaus sehen lassen können. Denn seitdem wurden von den bisher 5 aufgelegten Fonds, die ein vergleichbares Konzept verfolgen, zwei Fonds wieder aufgelöst und dabei mit jeweils hohem Gewinn an die Anleger ausgezahlt.
Fonds mit breiter Streuung
Eine ganz ähnliche Philosophie verfolgt wiederum der Hesse Newman Shipping Opportunity Fonds, der Beteiligungen am Zweitmarkt erwirbt. Bei historischen Niedrigpreisen wird hier antizyklisch investiert, zieht die Konjunktur in den nächsten Wochen wieder an, dann erhält der Anleger die Chance an steigenden Einnahmen aus dem Schiffsbetrieb und an den Gewinnen aus der Wertsteigerung der Schiffsbeteiligungen zu partizipieren. Der erwähnte Hesse Newman Shipping Opportunity überzeugt dabei durch eine breite Diversifikation. Denn anstatt in ein einzelnes Schiff zu investieren, setzt man auf ein breit gestreutes Portfolio, das etwa 100 verschiedene Schiffsbeteiligungen beinhalten soll. Zudem wird darauf geachtet, dass die Schiffe aus verschiedenen Größenklassen (Bulk-, Tank- und Containerschiffe) stammen und unterschiedlich lang verchartert sind. Ein weiteres Kriterium bei der Portfolioauswahl, das positiv bewertet werden kann, ist der auferlegte Fokus auf Schiffsgesellschaften, die bereits weitgehend entschuldet sind. Der Fonds hat eine recht kurze Laufzeit für einen Schiffsfonds mit nur 10 Jahren und bietet auch eine sehr attraktive Investitionsquote von 91 Prozent an.
Rückgabegarantie bringt Sicherheit
Wer als Anleger trotz der guten Aussichten für die beschriebenen Schiffsfonds noch mehr Sicherheit wünscht, sollte sich nach Anlageoptionen umschauen, bei denen eine Rückgabegarantie vorfindbar ist. Ein Beispiel dafür war 2009 der Best of Shipping II Fonds vom Emissionshaus Lloyd, der mittlerweile platziert ist, doch der Erfolg dieses Fonds lässt erwarten, dass weitere Anbieter auf das gestiegene Sicherheitsbedürfnis vieler Anleger reagieren und ähnliche Produkte auflegen werden. Beim erwähnten Fonds von Lloyd wird als Grundlage für das Rückgaberecht der jeweilige Dreimonatsdurchschnitt vom April bis Juni 2009 der drei wichtigen Schifffahrtindizes, Baltic Exchange Dry Index (Schüttgut), Baltic Dirty Tanker Index (Rohöl) und ConTex (Container) herangezogen. Dabei besteht das Rückgaberecht, das auch als Andienungsgarantie bezeichnet wird, wenn die Dreimonatsdurchschnittswerte der Schifffahrtindizes für den Zeitraum Juli bis September 2011 unter den fixierten Dreimonatsdurchschnittswerten aus dem Jahr 2009 (April bis Juni 2009) liegen.
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